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Regional Albert Lee & Hogan’s Heroes im Nörgelbuff
Nachrichten Kultur Regional Albert Lee & Hogan’s Heroes im Nörgelbuff
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17:02 18.11.2010
Legende an der Gitarre: Albert Lee.
Legende an der Gitarre: Albert Lee. Quelle: Vetter
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Zwischen vielen ruhigen, melodischen Songs im Countrystil, zeigt Lee, dass er auch im fortgeschrittenen Alter eine Legende an seinem Instrument ist. Mit einem überragenden Tempo und einer beeindruckenden Leichtigkeit jagt er mit seinen Händen über die Gitarrensaiten und fordert Gavin Povey am Keyboard auf, ihm zu folgen – ein musikalisches Erlebnis erster Klasse. Gerry Hogan – Namensgeber der Band – sorgt abwechselnd mit Gitarre oder Pedal-Steel-Guitar, die in den meisten Musikrichtungen mit Entstehung der E-Gitarre verdrängt wurde, für den typischen Countrysound. Lees unverkennbare Stimme macht die Emotionen für die Zuhörer spürbar. Den Hintergrundrhythmus liefern Brian Hodgson am Bass und Peter Baron am Schlagzeug, der wie Povey bei einigen Stücken auch sein gesangliches Talent beweist.
Die meisten Songs stammen von dem aktuellen Album „Like This“, das 2008 veröffentlicht wurde. Aber auch einige Stücke des nächsten Albums geben die Musiker live zum Besten. Der Stil des neuen Albums wird ähnlich sein, erklärt Lee. Aber man werde von Mal zu Mal besser, weil man sich mehr Zeit nehme.
Die Band entstand 1987 als Hogan auf einem Festival in England spielen wollte und Lee bat, mit ihm aufzutreten. Der flog daraufhin aus Los Angeles ein. Anschließend beschlossen die Musiker, diese gelungene Konstellation weiterzuführen. Vor allem in der Country- und Rock’n’Roll-Musik gilt Lee als legendärer Gitarrist. Er spielte bereits mit Größen wie Eric Clapton, Emmylou Harris, Joe Cocker, Jerry Lee Lewis oder den Everly Brothers. Heute tourt er neben den Hogan’s Heroes auch mit den Bill Wyman’s Rhythm Kings.
Über diese vielen verschiedenen Möglichkeiten sei er sehr froh, erklärt Lee. Seine Leidenschaft für die Gitarre entstand in jungen Jahren, als der 1943 geborene Musiker den Rock’n’Roll der 1950-er Jahre entdeckte. „Ich wollte wie die Gitarristen auf den Platten spielen“, meint er. Nur drei Jahre habe er gebraucht, um professionell spielen zu können. Dazu gehört ein außerordentliches musikalisches Talent, das auch heute noch die Zuhörer fesselt.

Von Noreen Hirschfeld