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Regional Alexander Riemenschneider inszeniert Fassbinders „Ehe der Maria Braun“
Nachrichten Kultur Regional Alexander Riemenschneider inszeniert Fassbinders „Ehe der Maria Braun“
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10:29 29.08.2018
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Die Aufgabe, der sich der 1981 geborene Absolvent der Theaterakademie Hamburg stellt, lautet in seiner eigenen Formulierung: „Wiekönnen wir den Stoff im Theater beheimaten?“

Der Stoff: Das ist die Geschichte von Hermann und Maria Braun, die während des Zweiten Weltkriegs heiraten, am Tag, bevor Hermann wieder an die Front muss. Der Krieg endet, doch er kehrt nicht zurück. Maria erhält die Nachricht, er sei tot. Nun schlägt sie sich allein durchs Leben mit Schwarzmarktgeschäften und Geschäften mit der Liebe. Dann aber taucht Hermann doch wieder auf. Maria erschlägt ihren Liebhaber, Hermann nimmt die Schuld auf sich und geht ins Gefängnis. Doch als er entlassen wird, kommt es nicht zum Happy End, sondern zur Katastrophe.

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Sieben Akteure in 41 Rollen

Riemenschneider will in seiner Inszenierung keine authentischen Nachbilder der 40er- und 50er-Jahre entwerfen, sondern dem Zuschauer „Auslöser für Bilder im eigenen Kopf“ vermitteln. Auch die Kostüme (Ausstattung: Alexandre Corazzola) sollen nur Anhaltspunkte liefern, eine Epoche zu erzählen.

Das Stück dauert etwas mehr als zwei Stunden. Es umfasst 60 Szenen mit 41 Rollen, die von sieben Schauspielern dargestellt werden: drei bis elf Rollen pro Nase. Es spielen Roland Bonjour, Katharina Heyer, Ingrid Domann, Karl Miller, Andrea Strube, Paul Wenning und Gerd Zenck. 

Die Premiere am Sonnabend, 21. März, beginnt um 19.45 Uhr im Großen Haus. Weitere Termine: 24. und 27. März, 2., 14., 15., 20. und 29. April. Karten: 0551/496911.

                                                                                             Von Michael Schäfer