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Regional American Idol-Star Haley Johnsen beeindruckt mit Charisma und großer Stimme
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14:39 23.01.2020
Die bekannte Sängerin Haley Johnsen auf der Bühne des Göttinger Apex Quelle: Linnhoff
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Göttingen

Sie hatte schon bei ihrem Auftritt im letzten Jahr mächtig beeindruckt. Mit ihrem aktuellen ersten Longplayer „Golden Days“ im Gepäck ist Haley Johnsen nun erneut auf Europa-Tour. Teil der Tour: Ein Auftritt im Göttinger Apex, bei dem die begeisterten Besucher eine charismatische Sängerin mit einer faszinierend variablen Stimme erlebten.

„I’m on a mission...“, singt Haley Johnsen gleich zu Beginn und gleitet mit zarten Gitarrenklängen und sanfter Stimme zu „I’ll see you around“ in den Abend. Johnsen präsentiert ihre auf dem Album teils opulenter arrangierten Songs reduziert auf das Wesentliche nur zur Gitarre und dieses Kleid steht ihr gut. Ihre eindrucksvolle, sehr variable Stimme reicht aus, um den Raum einzunehmen und die abwechslungsreiche Mischung ihrer von Rock und Pop geprägten Kompositionen auch in dieser Form zu tragen.

32 Konzerte in sechs Wochen

Sie sei auf einer sechswöchigen Tour, während der sie 32 Konzerte spielen würde und heute direkt aus Amsterdam angereist, erzählt Johnsen während sie ihre Gitarre nachstimmt und schiebt noch ein schmunzelndes „I’m a little bit crazy“ nach.

In Oregon geboren und in einem hochmusikalischen Elternhaus aufgewachsen, machte sie erste stimmliche Erfahrungen in Chor- und a cappella-Gesang, bevor sie sich für eine Solo-Karriere entschied. Mit ihren selbstgeschriebenden Songs hat sie inzwischen ganz eigene Spuren zwischen Verletzlichkeit in bewegenden Balladen bis hin zu kraftvollen Rocksongs gesetzt.

In „Lift me up“, den sie einen „Sexy Song“ nennt, schlägt sie rockigere Saiten an. Der Gesang kommt rauer und schmutziger mit einer klaren Ansage an ihr Gegenüber „I’m falling quickly baby, catch me while you can...“. Als sie zu dem Blues „When I loved you“ neu ansetzen und ihre Gitarre erneut nachstimmen muss entfährt ihr ein „There’s a ghost in here“ und hadert ein wenig mit sich. Sie erzähle in ihren Songs von der Verletzlichkeit von Künstlern und nun hätte sie selbst so einen schlechten Tag, den das Publikum aushalten müsste.

Von den Unzulänglichkeiten

Anschließend jedoch straft sie ihre Aussage umgehend Lügen, indem sie eine lässige Version des Roy Orbison Klassikers „Blue Bayou“ von der Leine lässt. Das besinnliche, fast zärtliche „Cinderella“ sei einer ihrer Lieblingssongs. Er handele von der Unzulänglichkeiten des Selbst und vom Nichtperfektsein. Das rhythmische „Tear Drop Canvas“ wartet dann mit so wunderbaren Zeilen wie „I got no doubt in my bones, that I’m doin’ better on my own..." auf.

„Weekend“, auf dem Album mit Allen Stone im Duett gesungen, dokumentiert eindrucksvoll die Bandbreite ihrer stimmlichen Möglichkeiten. Stone sei einer ihrer Lieblingssänger und die Kooperation mit ihm sei zu einem der aufregendsten Tage ihres Lebens geworden, kommentiert Johnsen den Song, und die Studio Version sei „so hot“. Mit „Keep On Saying Goodbye“ gibt sie ihrem beeindruckenden Auftritt dann einen würdevollen Abschluss, den die begeisterten Besucher mit lautstarkem, rhythmischem Applaus belohnen.

Die Künstlerin belohnt ihr Publikum mit dem Heart Cover „Crazy on you“ als Zugabe, bevor Johnsen zu dem mitreißend losrockenden „Perfect Life“ noch ihren Tourmanager Johnny Shewell auf die Bühne bittet, um sie stimmlich zu unterstützen.

Berlin und Hamburg stünden als nächstes auf ihrer Tour-Karte, so Johnsen. Bis zum nächsten Besuch in Göttingen könnten sich die Besucher mit dem in nur fünf Stunden aufgenommenen Album „Live From Abbey Road“, das sie in dem legendären Studio One solo zur Gitarre eingespielt habe, die Wartezeit verkürzen.

Über die Künstlerin

In Oregon geboren basiert Haley Johnsens musikalische Inspiration auf Americana und Popmusik. Nachdem sie als Studentin Gitarre spielen gelernt hatte, konzentrierte sich recht schnell auf eine Solokarriere. In den USA wurde sie durch die Show „American Idol“, einem Pendant zu dem in Deutschland bekannten Format „Deutschland sucht den Superstar“, bekannt. Sie erreichte die Runde der besten vierundzwanzig Teilnehmenden.

Die talentierte Songwriterin und Sängerin ist inzwischen in Amerika äußerst erfolgreich und war als Support für Künstler und Bands wie Sawyer Fredericks, Joseph oder Big Wild auf Tournee, sodass sie teilweise vor 10.000 Besuchern auftrat. Als Leadsängerin der Band „The Wind And The Wave“ tourte sie durch ganz Amerika. Nach der Veröffentlichung von zwei EPs hat sie im Mai 2019 ihr erstes komplettes Album „Golden Days“ und zuletzt die solo an einem Tag in dem legendären Studio One aufgenommene „Live From Abbey Road“ CD veröffentlicht.

Von Jörg Linnhoff

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