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Regional Albumproduktion mit abschließendem Konzert
Nachrichten Kultur Regional Albumproduktion mit abschließendem Konzert
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00:22 01.04.2018
Trafen zum ersten Mal aufeinander: Die Gitarristen Jens Kommnick und David Roth im Tonstudio Pauler Acoustics in Northeim.
Trafen zum ersten Mal aufeinander: Die Gitarristen Jens Kommnick und David Roth im Tonstudio Pauler Acoustics in Northeim. Quelle: Jörg Linnhoff
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Northeim

Dem aus Chicago stammende Roth steht bei der Aufnahme der Multiinstrumentalist Jens Kommnick, der auch schon seit 35 Jahren als Gitarrist unterwegs ist, zur Seite.

Beim Betreten des Studio-Gebäudes von Pauler Acoustics in Northeim fällt der Blick im Eingangsbereich gleich auf einen Fazioli-Flügel. Ein erstes Zeichen des Anspruchs, der hier in diesem Studio klanglich gepflegt und kultiviert wird. Auf dem Weg durch Flure und Räume stößt man auf weitere teils exotische Instrumente jeglicher Art, ein Paradies für Musiker und musikbegeisterte Menschen.

Der Weg zum eigentlichen Aufnahmebereich führt einige Stufen hinab in einen historischen Gewölbekeller, wo den Besucher allerfeinste Technik und eine weitere Ansammlung von Instrumenten erwartet. Zarte Klänge zweier Gitarren sind zu hören. An einem riesigen Mischpult, das einem Kommandozentrum der NASA gleicht, sitzen Studioinhaber Günter Pauler und Aufnahmeassistentin Inés Breuer.

Unter Live-Bedingungen einspielen

Kommnick und Roth treffen zum ersten Mal aufeinander. Roth wie auch Pauler sind begeistert von der guten Vorbereitung und dem Einfühlungsvermögen, mit dem Kommnick auf Anhieb die Songs von Roth begleitet. Vor der Aufnahme hat dieser dem Tonstudio seine fertigen Kompositionen als Demo geschickt, die dem Tontechniker dann als Basis für die Produktion dienen. Die beiden Musiker feilen in lockerem Austausch dann nur noch an den Arrangements und spielen die zwölf Songs gemeinsam unter Live-Bedingungen ein, was der Musik so Roth ein „organic and human feeling“ gibt.

Gleicht einem Kommandozentrum bei der NASA: Das Mischpult im Tonstudio bei Pauler Acoustic. Quelle: Jörg Linnhoff

Nach Einrichtung der Instrumente und der Mikrofonierung werden in den ersten drei Tagen ausschließlich die instrumentalen Parts eingespielt. Zwei weitere Tage sind für den Gesang eingeplant, bevor die Basic-Tracks stehen. Roth sind die Texte seiner Songs sehr wichtig, die politische Statements beinhalten oder von wahren Begebenheiten erzählen. Gerade steht die erste Probe für den Song „Just A Wall“, einem Lied über den Fall der Berliner Mauer, an. Kommnick hat das Stück auf Anhieb perfekt drauf.

Roth fühlt sich geehrt

Bei dem späteren Einsatz zusätzlicher Instrumente kann sich Pauler auf sein erfahrenes Gehör und ihm bekannte, hervorragende Studiomusiker verlassen. Diese lädt er dann in Abstimmung mit Roth einzeln ins Studio ein, um deren Beiträge nachträglich aufzunehmen. Nach Zusammenführung der einzelnen Aufnahme-Spuren entsteht ein sogenannter Rough-Mix, der Roth dann zur letzten Kontrolle zugeschickt wird.

Bei dem abschließenden, von Toningenieur Hans-Jörg Maucksch mit erfahrenem Gespür vorgenommenen, End-Mastering wird dann noch eine klangliche Feinjustierung vorgenommen. Auch das Layout für das Booklet wird im hauseigenen Label Stockfisch Records entworfen.

Er fühle sich immer wieder geehrt, mit diesen Menschen arbeiten zu dürfen, erzählt Roth in einer Pause während der Aufnahmen. Seine erste Einladung nach Northeim in das für seine audiophilen Aufnahmen bekannte Studio verdanke er seinem Song „John and Josie“, den Pauler auf einem Sampler aus dem Jahr 1998 entdeckt hat. Fünf Jahre später kam es dann zur ersten Zusammenarbeit.

Konzert am Sonnabend

Während seiner Aufnahmen wird David Roth am Sonnabend, 31. März, um 20 Uhr im anliegenden Northeimer Bürgersaal in Kooperation mit der Kulturinitiative Northeim e.V. das einzige Konzert in Deutschland geben.

Karten gibt es unter info@kunst-kultur-northeim.de sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen.

Von Jörg Linnhoff

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