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Regional Amy Balls „Power“ im Göttinger Künstlerhaus
Nachrichten Kultur Regional Amy Balls „Power“ im Göttinger Künstlerhaus
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15:11 22.02.2018
Die kanadische Künstlerin Amy Ball. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Neonröhren liegen auf dem Boden, nicht weit entfernt hockt Ball. Sie beklebt Fensterscheiben mit Aluminiumfolie. Sie habe ein Faible für Science Fiction, sagt die Künstlerin, die in Frankfurt lebt. Und sie verrät: Das Szenario, dass sie im Künstlerhaus installiert, soll an einen Ort vor oder nach einer Apokalypse erinnern.

Eine gekachelte Bank steht bereits in einem der Räume. Kuratorin Tomke Braun, deren erste Ausstellung für den Kunstverein das ist, deutet auf ein Loch in dem Sitzmöbel, kurz oberhalb des Fußbodens. Kleidung soll dort lagern und Lebensmittel. Später im Gespräch stellt Ball die Verbindung her. Das Werk soll an die realen Communitys erinnern, die sich durch Verhaltensmaßgaben und das Horten von Kleidung und Lebensmitteln auf eine drohende Katastrophe vorbereiten. Ein Kunstobjekt sei die Bank, erläutert Braun, aber auch ein Sitz, der auch als solcher in der Ausstellung genutzt werden könne.

Die Neonröhren sollen kaltes Licht in der Düsternis der Ausstellungsräume verbreiten. Kabel sollen sichtbar durch die Räume verlaufen. „Was sonst versteckt wird, ist dann offen zu sehen“, erklärt Braun. Doch auch hier wird schnell der inhaltliche Bezug deutlich.

Ball präsentiert in der Ausstellung auch einen animierten Film, der eine Straßenfront zeigt. Das Licht von Straßenlaternen flackert, die Beleuchtung von Wohnung geht an und wieder aus. Sie habe das nach einer Straße in Katmandu/Nepal gezeichnet, sagt Ball. Auch in dieser heruntergekommenen Gegen hängen Kabel offen herum. Die Szene erinnere sie an Science-Fiction-Filme wie Blade Runner, an „eine Welt ohne Regeln“. Die Animation ist unterlegt mit Geräuschen. Eine Fliege brummt, jemand zündet sich eine Zigarette an und inhaliert tief. Menschen rufen, Wasser plätschert, im Radio laufen Nachrichten. Eine Tür quietscht. WO hat sie diesen kleine Hörspiel der Verzweiflung aufgenommen? „Über Weihnachten bei der Familie“, sagt Ball und lacht. Das charakterisiert wohl auch die Ausstellung. Sie soll einen Kontrast zeigen zwischen ernsthaften Themen und auch viel Humor. „Immer dazwischen, nie auf eine Seite kippend“, sagt Braun.

Zur Ausstellungseröffnung wird Ball eine Performance zeigen. Sie spreche von Transport und Gender, gekleidet wie ein Mann. „Das wird wirklich lustig“, sagt die Künstlerin.

Die Ausstellung läuft bis zum 25. Februar. Sie ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, an den Wochenenden von 11 bis 17 Uhr im Künstlerhaus Göttingen, Gotmarstraße 1, zu erleben. Die Vernissage am Freitag, 12. Januar, beginnt um 18 Uhr.

Von Peter Krüger-Lenz

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