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Regional Außer Bergen keine Freunde: Kara interpretiert Wurzeln der Familie
Nachrichten Kultur Regional Außer Bergen keine Freunde: Kara interpretiert Wurzeln der Familie
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10:00 24.12.2019
Melike Kara stellt ab 18. Januar Werke im Künstlerhaus Göttingen aus.
Melike Kara stellt ab 18. Januar Werke im Künstlerhaus Göttingen aus. Quelle: Pfammater
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Göttingen

Die Ausstellung trägt den Titel „No Friends but the Mountains“ – namensgebend ist die Region um das Bergmassiv Dzügün Baba in der Osttürkei, so Lara Siegers, Pressesprecherin des Kunstvereins. Kara (geboren 1985) lebt und arbeitet in Köln. Sie gehe mit ihren Objekten Fragen zur Herkunft, Tradition und Gemeinschaft ihrer Familie und Vorfahren nach.

Angesichts der derzeitigen politischen Situation und dem Einmarsch türkischer Truppen in die autonom verwalteten kurdischen Gebiete Nordsyriens, sei die „Sehnsucht der Kurden nach politischer Autonomie in weite Ferne gerückt“, so Siegers. „Angesichts dessen widmet Kara die Ausstellung einem Volk ohne Land und schlägt durch ihre persönliche Geschichte eine Brücke zum kollektiven Vermächtnis der Kurden.“

Gruppenausstellungen: unter anderem in Dortmund und Brüssel

Von 2007 bis 2014 habe Kara an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rosemarie Trockel studiert. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen gehörten „New Work“, Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam (2019); „My Beloved Wild Valley“, Arcadia Missa Gallery, London (2019) und „A Taste of Parsley“, Yuz Museum, Shanghai (2018), so Siegers. Sie habe an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen – unter anderem beim Dortmunder Kunstverein (2018); in David Roberts Art Foundation, London (2017) und im Komplot, Brüssel (2016).

Die Ausstellung „No Friends but the Mountains“ wird bis zum 23. Februar zu sehen sein – dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Die Präsentation in Göttingen sei die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin in Deutschland.

Von Stefan Kirchhoff