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Regional Ausstellung in Berlin: Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980
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Ausstellung in Berlin: Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980

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13:00 24.06.2020
Steffen Siegel, Kurator der Ausstellung „Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“, steht vor Bildern von Reinhard Matz. Quelle: dpa
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Berlin

Fotografie als Kunstrichtung hat sich seine Anerkennung in manchem Museum erst erkämpfen müssen. Noch Ende des vergangenen Jahrhunderts wurde darüber diskutiert, welche Art von Fotos die museale Schwelle überschreiten konnten. Etwa aus dieser Zeit erzählt die Ausstellung „Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“ im Berliner Museum für Fotografie. Sie ist geöffnet vom 25. Juni bis 11. Oktober.

Schulz, selbst Fotograf, gründete 1977 in Göttingen das Magazin „Fotografie“ als Zeitschrift für internationale Fotokunst. Bis zur Einstellung des Heftes 1985 erschienen 40 Ausgaben, die sich im Lauf der Zeit mit dem Untertitel „Kultur jetzt“ auch anderen Kunstbereichen öffnete.

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Für die Ausstellung haben die Kuratoren alle Titel zusammentragen können, deren Cover nun eindrucksvoll in die 240 gezeigten Arbeiten einführen. Schulz selbst, dessen Fotografien ein Teil der Ausstellung reserviert ist, veröffentlichte seine Arbeiten nur in der ersten Ausgabe.

Mit jedem Heft sollte Schulz neue Positionen entdecken, Fotografen vorstellen, mit Themen anecken. Dazu zählt etwa die „Wurst“-Serie von Matz Reinhard aus 1981, die Aufnahmen von André Gelpke aus dem Nachtleben der späten 70er Jahre, die ungefilterten Blicke auf Sex, Drogen, Abgründe von Miron Zownir in Berlin (1980). Daneben stehen Ikonen der dokumentarischen Fotografie, etwa Angela Neukes Aufnahmen der Trauerfeier für den 1977 von der RAF ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyer direkt neben ihren Bildern von der Beerdigung der RAF-Mitglieder Gudrun Ensslin, Andreas Bader und Jan-Carl Raspe aus demselben Jahr.

Von dpa

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