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Regional Balladenlastiges Potpourri
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19:00 28.11.2010
Spaß an Balladen: Alexa Wichner und Peter Kroll-Ploeger.
Spaß an Balladen: Alexa Wichner und Peter Kroll-Ploeger. Quelle: CR
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In der siebten Ausgabe der Göttinger Gitarrennacht „Saitensprünge im Apex“ lautete das Motto: Gitarre trifft Stimme. Man möchte sagen: Und was für eine! Die zierliche, aus Kasachstan stammende Alexa Wichner singt beeindruckend gut, von zart bis kraftvoll, mal frech, aber immer mit viel Charisma. Peter Kroll-Ploeger und sie haben sichtlich Spaß an ihrem balladenlastigen musikalischen Potpourri, einer bunten Auswahl aus mehreren Jahrzehnten. Rund zwei Stunden interpretieren sie Songs von Joni Mitchell, Sting, John Lennon, Bill Withers, Nat King Cole, U2, um nur einige zu nennen. Auch aktuellen Hits gewinnen sie neue Seiten ab.

Dass Kroll-Ploeger ein Meister des Fingerstyles (auch Fingerpicking genannt) ist, beweist er nicht zuletzt mit der Akustiknummer „Berkeley Springs“, einer wunderbaren Komposition des aus Montreal stammenden kanadischen Gitarrenvirtuosen Don Ross, mit dem Kroll-Ploeger auch bereits aufgetreten ist. „Für mich ist das eine richtige Gute-Laune-Nummer!“ schwärmt Kroll-Ploeger. Beim Fingerstyle werden die Saiten der Gitarre mit den einzelnen Fingern der Anschlaghand angeschlagen, im Unterschied zum „Flatpicking“. Bei dieser Technik werden mehrere Saiten mit dem Daumen oder dem Plektrum angeschlagen.

Nach der Pause sind gleich drei Gitarristen auf der Bühne, um „People get ready“ von Curtis Mayfield zu performen. Einer spielt auf der sogenannten „Lap-Steel Gitarre“, die – wie es der Name schon andeutet – auf dem Schoß liegend gespielt wird. Diese mit Stahlsaiten bespannte Gitarre ist auch als „Hawaii-Gitarre“ bekannt.

Mit einem Glas Rotwein ist dies das perfekte Freitagabendprogramm für Paare. Leider fanden sich nur um die 20 Zuschauer ein, die den mit Zugaben gekrönten Abend mit den sympathischen Künstlern aber merklich genossen.

Von Marie Varela