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Regional Benefizkonzert für neue Glocken
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00:16 26.05.2016
Von Michael Schäfer
Bachs Violinkonzert mit der Solistin Claudia Schmid-Heise (zweite von links). Im Orchester an der Viola: Tobias Wolff, Intendant der Göttinger Händel-Festspiele (rechts).
Bachs Violinkonzert mit der Solistin Claudia Schmid-Heise (zweite von links). Im Orchester an der Viola: Tobias Wolff, Intendant der Göttinger Händel-Festspiele (rechts). Quelle: CH
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Göttingen

Breuer hatte ein Streichorchester aus Göttinger Musikern zusammengestellt, das den Abend mit dem Adagio von Tommaso Albinoni (präzises Orgelsolo: Stefan Kordes) gefühlvoll eröffnete. Die beiden Streichersolisten des Konzerts haben früher in Göttingen Instrumentalunterricht erhalten, sind aber inzwischen andernorts tätig: die Geigerin Claudia Schmid-Heise ist derzeit Konzertmeisterin des Oldenburger Staatsorchesters, David Drost Cellist am Konzerthausorchester Berlin.

Schmid-Heise spielte Bachs a-Moll-Violinkonzert mit angenehmer Leichtigkeit und schönem Ausdruck. Drost setzte mit seinem Solo dem Konzert ein Glanzlicht auf: mit Paganinis Bravourvariationen über ein Thema von Rossini. Dieses aberwitzig virtuose Stück, im Original mit Violine besetzt, muss auf einer einzigen Saite gespielt werden. Das tat Drost mit staunenswerter Souveränität. Auch in Höhenlagen, für die man eigentlich Sauerstoff braucht, blieb seine Intonationssicherheit unerschütterlich.

Breuer beendete den Abend mit der glutvoll interpretierten Streicherserenade von Tschaikowsky. Das ad hoc zusammengestellte Orchester, das die gemeinsame Probenarbeit erst zwei Tage vorher hatte beginnen können, war bemerkenswert homogen und meist ziemlich präzise, sodass Breuer auch temperamentvolle Tempi fordern konnte. Viel Applaus, als Zugabe die Pizzicato-Polka von Johann Strauß.