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Regional Berthold Grzywatz in der Torhaus-Galerie
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11:26 10.02.2018
„Skulptur und fotografische Imagination“ zeigt Berthold Grzywatz in der Torhaus-Galerie am Alten Stadtfriedhof. Der Künstler zeigt Göttingens Baudezernent Thomas Dienberg die Skulptur “Die Botschaft". Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Mit der Ausstellung „Skulptur und fotografische Imagination“ ist die erste Ausstellung des Jahres in der Torhaus-Galerie am Göttinger Stadtfriedhof zu sehen. Bis zum 18. März können Besucher der Galerie an der Kasseler Landstraße 1 Werke von Berthold Grzywatz betrachten. Der Künstler arbeitet nicht nur als Fotograf und Bildhauer, sondern ist auch als Historiker, Schriftsteller und Privatdozent tätig.

Mit der Ausstellung startet die Torhaus-Galerie in die neue Saison. Für dieses Jahr seien 13 Ausstellungen vorgesehen, erläuterte Stadtbaurat Thomas Dienberg in seiner Begrüßungsansprache während der Ausstellungseröffnung.

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Berthold Grzywatz stellt in der Torhaus-Galerie am Alten Stadtfriedhof aus.

Begleitend zu jeder Ausstellung sei ein Rahmenprogramm geplant, das spezielle Aktionen beinhalte. Ziel sei es, das Spektrum an Angeboten wie Lesungen, Konzerte oder Kabarett in der Torhaus-Galerie stetig zu erweitern. Dienberg blickte in seiner Rede auch noch einmal auf das vergangene Jahr zurück. So seien viele bauliche Maßnahmen zur „notwendigen und geplanten Verbesserung des Gebäudes“ umgesetzt worden – und das „ohne Mittel aus der öffentlichen Hand“, so Dienberg.

Weitere Informationen über das Programm in der Torhaus-Galerie

Beate Birkigt-Quentin (Studio Wasserscheune) führte in das Werk des Künstlers ein. Die in der Torhaus-Galerie präsentierten Kunstwerke – 22 Fotografien und 20 Skulpturen – erzeugten keine Reproduktion altbekannter Muster. Vielmehr stellten die Exponate eine Verbindung zwischen Skulptur und Fotografie her und erzeugten somit eine neue Interpretationsebene. Birkigt-Quentin sprach auch die Ebene des Widerspruchs des menschlichen Seins an, die sich in den Werken Grzywatz’ spiegele.

Der in Lübeck geborene Grzywatz, der sowohl in Ateliers in Nordhessen als auch in Schleswig-Holstein tätig ist, beschäftigt sich vor allem mit den Materialien Holz und Metall, wie er am Rande der Ausstellung interessierten Besuchern erklärte. Eine bestimmte Idee sei freilich immer in seinem Kopf, ehe er sich an die Arbeit mache, erläuterte der Künstler. Für die Skulpturen, hauptsächlich aus Stahl, seien oft auch Skizzen vonnöten, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Wie lange er brauche, um ein Exponat fertigzustellen, sei sehr unterschiedlich. Im Rahmen der Ausstellung las der Künstler zudem Ausschnitte aus drei seiner Gedichtbände – mit dem Fokus auf dem Thema Begegnung, denn „Kunst ist auch immer eine Form der Begegnung.“

Weitere Informationen über die Ausstellung sind hier zu finden.

Die nächsten Programmpunkte

Norbert Mattern vom Initiativkreis Torhaus-Galerie wies auf die nächsten Programmpunkte hin, die im Rahmen der aktuellen Ausstellung in der Torhaus-Galerie geplant sind. So soll es am Sonnabend, 24. Februar, eine Lesung von Jochen Reiss geben, der sein Buch „111 Orte in und um Göttingen, die man gesehen haben muss“ vorstellt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zur Finissage der Ausstellung von Grzywatz kommt Sängerin Hanna Carlson zu einem Jazz-Konzert am Sonntag, 18. März, in die Torhaus-Galerie. Karten für das Konzert seien in „ab Ende Februar“ in der Tourist-Info im Alten Rathaus erhältlich, so Mattern.

Von Maren Iben

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