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19:19 17.09.2009
Beurteilung des Druckbogens: Thedel von Wallmoden, Isolde Ohlbaum und Mike Jäger vom Tageblatt-Druckhaus.
Beurteilung des Druckbogens: Thedel von Wallmoden, Isolde Ohlbaum und Mike Jäger vom Tageblatt-Druckhaus. Quelle: Mischke
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Klassische Schriftstellerporträts zeigen Autoren am Schreibtisch, früher auch gern im Rauch einer Zigarette, sinnend, lesend. Für ihr Buch „Auswärtsspiele“ hat Isolde Ohlbaum – die derzeit renommierteste Fotografin des literarischen Lebens in Deutschland – einen anderen Blickwinkel gewählt.

Sie hat „Autoren unterwegs“ fotografiert, wie es im Untertitel ihres in Kürze erscheinenden Buches heißt. Zehn Jahre lang hat sie die Frühjahrstagungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die alle zwei Jahre im Ausland stattfinden, dokumentiert: von Budapest über Krakau, Turin, St. Petersburg und Kopenhagen bis Lemberg/Czernowitz.

Diese Tagungen dienen vor allem der Begegnung der Autoren. Das prägt das fotografische Ergebnis. Ohlbaum zeigt Gesprächsszenen, gemeinsame Lesungen der Autoren , Stadtspaziergänge, An- und Abreisen. Das schafft Spannung schon in den Bildern selbst, stellt Beziehungen her, verdeutlicht Konstellationen.

Druck im Tageblatt

Ein Essay von Wilhelm Genazino eröffnet den Bildband. Erscheinen soll das Buch aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, zu deren „Hausverlag“ der Göttinger Wallstein-Verlag avanciert ist.

Gedruckt wird der Band derzeit im Druckhaus der Mediengruppe Göttinger Tageblatt. Fotografin Isolde Ohlbaum, Verleger Thedel von Wallmoden und Gert Schwab, Spezialist für Lithografie und Drucküberwachung, haben jetzt die Druckbögen im Haus an der Dransfelder Straße sorgfältig beurteilt. Die räumliche Nähe zwischen Verlag und Herstellung ist für Wallmoden ein großer Vorteil: „Wir können im nassen Druck an der Maschine sagen, wie wir es haben wollen, können mit eigenen Augen sehen, wie es wird.“ So wird beispielsweise das Mischungsverhältnis der verschiedenen Grautöne (die Bilder werden im Duoton-Verfahren gedruckt) modifiziert. Gert Schwab ist sich sicher: „Wir werden ein sehr gutes Ergebnis haben.“

Für Isolde Ohlbaum ist die Umsetzung ihrer Fotografien in ein gedrucktes Buch „immer ein Kompromiss“. Am liebsten sind ihr die traditionellen Vergrößerungen auf Barytpapier. Sie bevorzugt weiterhin die Analog-Fotografie, benutzt aber Digitalfotografie bereits als Hilfsmittel. Zu ihren jüngsten Buchveröffentlichungen gehören „Aus Licht und Schatten. Engelbilder“, der „Engel“-Kalender 2008, „Frau Faltermeiers Blumenladen“ und „Katzen“.

Isolde Ohlbaum: „Auswärtsspiele. Autoren unterwegs“ Etwa 160 Seiten mit zahlreichen Fotos, Wallstein Verlag Göttingen, etwa 24,90 Euro. Das Buch erscheint im Oktober.

Von Michael Schäfer

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