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15:34 27.11.2017
Mehr als 40000 Kilometer hat die fünfköpfige Künstlergruppe „leavinghomefunktion“ mit ihren Ural 650 Gespannen zurückgelegt. Quelle: r
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Einbeck

Mehr als 40000 Kilometer hat die fünfköpfige Künstlergruppe „leavinghomefunktion“ mit ihren Ural 650 Gespannen zurückgelegt. Zweieinhalb Jahre waren düe Künstler von Deutschland nach New York unterwegs. Am Freitag, 2. Februar 2018, wollen sie im PS Speicher in Einbeck über ihre Reise berichten.

Im Herbst 2014 war es nach einer längeren Vorbereitungszeit, bei der unter anderem nach Veranstalterangaben die Beiwagen der Maschinen zu einem mobilen Studio umfunktioniert worden, soweit, dass die Reise der fünf Künstler beginnen konnte. Gewählt hatten sie eine Strecke, die sie sowohl in den Osten als auch in den Westen führen sollte. Begleitet wurde die Fahrt von zahlreichen Pannen, die erste größere gab es bereits 25 Kilometer nach dem Start. Nach zurückgelegten 5000 Kilometern schlugen sie ihr Wintercamp in Georgien auf. Im weiteren Verlauf ihrer Tour befanden sich die Motorradfahrer nach eigenen Angaben nicht nur im Kampf gegen Wind und Wetter, sondern mussten auch zahlreiche bürokratische Hürden überwinden. Auf den folgenden 20000 Kilometern habe es für die Reisenden viele neue Erfahrungen gegeben, denn unter anderem sei ihre Fahrt von Kasachischen Gewittern und der sibirischen Tigermücke begleitet gewesen. Zudem durchfuhren sie die mongolische Wüste. Eine besondere Herausforderung erwartete sie, als sie von Sibirien in den fernen Russlands kamen. Denn die „Old Road of Bones“ stellte sich als nahezu unfahrbar heraus. 300 Kilometer kämpften die fünf Künstler sich durch Sumpf, Flüsse und Schlamm. Hierbei stellten sie auch fest, dass der Landweg nach New York City mühevoller werden würde als erwartet.

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Sprachbarrieren und Hemmungen lösen sich in Wohlgefallen auf

Doch Erfahrung und Routine zeigten ihnen aber auch, dass sich, sobald man eine Panne hat sich die meisten Sprachbarrieren und Hemmungen in Wohlgefallen auflösen, denn dann wären sowohl einheimische als auch die Reisenden gemeinsam dabei gewesen eine Lösung für das vorhandene Problem zu finden. Hand in Hand sei an dem betroffenen Motorrad gearbeitet worden. Hierbei seien zahlreiche interessante Kontakte zustande gekommen. Dies sei für die Motorradfahrer bis heute ein Teil der eindrucksvollsten Erinnerungen an ihre jahrelange Reise.

Eine weitere Winterpause verbrachten die Weltreisenden in Kanada, bevor sie wieder in Osten Russlands zurückkehrten. Während ihrer Fahrt, die immer wieder von Pannen begleitet wurde, waren sie zudem auch in Alaska. Für ihre Rückkehr nach Russland mussten sie während ihrer Pause in Kanada zunächst die nötigen finanziellen Mittel zusammentragen. Zu ihrer Reise habe zudem auch eine etwa 1600 Kilometer lange Flussfahrt gehört. Am 10. Januar 2017 erreichten die fünf Weltreisenden dann das Ziel ihrer Reise: New York. Hierbei sei ihnen von den staunenden Fußgängern ein besonderer Empfang bereitet worden.

Im PS Speicher wollen sie die Besucher an den gesammelten Erfahrungen und Eindrücken teilhaben lassen. Außerdem bestehe die Möglichkeit im Anschluss an den Bericht noch mit den Reisenden ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist nach Angaben der Organisatoren für Förderfreunde des PS Speichers kostenlos, alle anderen bezahlen zehn Euro an der Abendkasse. Eine Anmeldung ist unter Telefon 05561/92320270 notwendig.

Von Vera Wölk

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