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Regional Bisher nie gezeigte Blätter bei Ahlers in Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Bisher nie gezeigte Blätter bei Ahlers in Göttingen
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21:13 12.12.2013
Mit treffsicherem Strich: Menschenstudien von Bernhard Heisig. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Ahlers hat die vielfältigen Arbeiten selbst aus den Hinterlassenschaften im Atelier auswählen können und sie direkt von Heisigs zweiter Ehefrau Gudrun Brüne erhalten, die ihre Puppenbilder bereits mehrfach in den Räumen in der Düsteren Straße gezeigt hat.

Heisig, zu dessen bekanntesten Arbeiten das Porträt des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt grehört, das drei Jahre vor der Wende in Leipzig entstand, wie auch die „Pariser Commune“ oder die „Beharrlichkeit des Vergessens“ von 1977, zeigt sich einmal mehr als zu Recht ruhmvoller Künstler.

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Porträts, kleine Gesten und Menschengruppen sind mit äußerst treffsicherem Strich charakteristisch dargestellt, teils in schnellen Studien, teils in genau ausgeführten Zeichnungen. Als Material dienten ihm auf kleinen und mittelgroßen Formaten Bleistift, Tusche und Kreide, mal auch der Kugelschreiber. Ab und an ist eine der seltenen Collagen zu sehen.

Auch Landschaften und Stadtansichten

Oft Schwarz und Weiß, manchmal farbig, zeigt Ahlers neben Heisigs Hauptthema, dem Menschen, auch Landschaften und Stadtansichten. Illustrationen zur Blechtrommel sind zu sehen, daneben Vorstudien zu großen Wandgemälden. Dennoch erweist sich der Blick auf die Zeichnungen als eine deutliche Erweiterung des Panoramas von dem  bekannten Leipziger Kunstprofessor.

Eine Auswahl an den Wänden der Galerie zeigt nur die Breite des Spektrums der Zeichnungen auf, der Großteil des Konvoluts aus den unterschiedlichsten Schaffensphasen steckt in schwarzen Schubern, möchte entdeckt werden. „Dann machen wir den Tisch frei, und man kann sich Blatt für Blatt ansehen“, sagt Ahlers.

Die Ausstellung mit den Zeichnungen von des Künstlers Bernhard Heisig wird am Sonntag, 15. Dezember, um 11 Uhr in der Galerie Ahlers, Düstere Straße 21 in Göttingen eröffnet.

Eine Einführung gibt Rudolf Krüger. Die Schau ist bis Sonnabend, 11. Januar, dienstags bis freitags von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 13 Uhr zu sehen.

Von Tina Lüers

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