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Regional Blues-Rock und Grunge mit den „Donkey Pilots“ im Göttinger Apex
Nachrichten Kultur Regional Blues-Rock und Grunge mit den „Donkey Pilots“ im Göttinger Apex
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20:02 22.10.2013
Würzige Süße, langer Abgang: Die „Donkey Pilots“ lieben satten Klang mit harten Riffs. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Auch wenn die „Donkey Pilots“ ihr Image auf Whiskey aufbauen – der Gitarrist nennt sich beispielsweise Tyler Bourbon – so gibt das Bier auf der Bühne den Ton an.

„Ein Durstiger in der Band reicht nicht“, meint Sänger und Gitarrist „Hector Pascal“ und stößt an. Bourbon nutzt die Bierflasche manchmal auch als Bottleneck und schlittert damit über die Saiten seiner Gitarre. So beeinflusst er die Tonhöhe, und es sieht zusätzlich noch lässig aus.

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Rockattitüden leben Bourbon und Pascal im Vergleich zu ihren beiden Mitmusikern – „Mr. Reece“ am Schlagzeug und „Buzz T“ am Bass – aus. Sie posen, kommen von der Bühne und zelebrieren ihren Auftritt. Bourbon kündigt Lieder oft mit Aussagen wie „Noch ’n Lied“ an.

Erinnern an „Soundgarden“

Und die Musik? Die bleibt nicht auf der Strecke. Blues-Rock gesellt sich zu Grunge, und heraus kommt ein satter Klang mit harten Riffs und jeder Menge Rhythmik. Auf den zwei Gitarren liegt häufig das Hauptgewicht, manchmal mehr als auf dem Gesang. Teilweise erinnern „Donkey Pilots“ an die US-amerikanische Band „Soundgarden“, um sich dann aber wieder mehr dem Blues-Rock zu nähern.

Kurzzeitig gibt es ein paar langatmige Teile, in denen der Zuhörer auch mal abschweifen kann. Aber die weitreichenden und staubigen Straßen, die die „Donkey Pilots“ mit ihrer Musik befahren, sind nun einmal aus diesem Material gebaut. Hier kann man kurz in die Ferne schweifen, um dann sofort wieder knackig geradeaus mitfahren zu können. Eingängig und stilecht.

Von Friedrich Schmidt