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Regional Popmeeting mit „Hilfe zur Selbsthilfe“
Nachrichten Kultur Regional Popmeeting mit „Hilfe zur Selbsthilfe“
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14:30 15.05.2019
Speeddating beim Popmeeting in der Göttinger Musa. Quelle: R
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Göttingen

Etwa 20 junge und ältere Menschen sitzen bei schummerigem Licht in einem ziemlich großen Raum in dem soziokulturellen Zentrum am Hagenweg, der Lounge. Henna Deutsch von der Landesmusikakademie hat ein Gespräch zum Thema „Musik Marke: Eigenbau – Mach es selbst“ angeboten und sprach mit den Teilnehmern darüber, wie Solomusiker und Bands es auf die Bühne schaffen in Zeiten, in denen „Plattenfirmen kaum noch eine Rolle spielen“, erläutert Vera Lüdeck, Geschäftsführerin der LAG Rock und Projektleiterin des Popmeetings.

Lob für das Musa-Team

Lüdeck schätzt die Musa als Veranstaltungsort. Bereits zum zweiten Mal organisierte sie das Popmeeting in Göttingen und lobt das Musa-Team und die „tollen Räume“. Hier könnten „die Teilnehmer entspannt in guten Workshops konzentriert arbeiten“. Bunt gemischt sei die Gruppe. Viele Musikstudenten seien dabei, andere, die eine Ausbildung am Music College Hannover absolvieren, um Profi-Musiker zu werden. Vor allem ist die Organisatorin froh über „die vielen jungen Leute“, die diesmal teilnahmen, darunter auch Band-Musiker und Solokünstler aus Göttingen.

Veranstalter des Branchentreffs ist die LAG Rock in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat, der Landesmusikakademie, Musikland Niedersachsen, Klubnetz und der Musa. Drei Schwerpunkte standen in diesem Jahr auf dem Programm. Netzwerken zählte dazu, was Lüdeck als außerordentlich wichtig einschätzt. Möglichkeiten der Professionalisierung sollten aufgezeigt werden von der Rechtsform bis zum Umgang mit sozialen Medien, erläuterte Lüdeck. Schließlich ging es auch um Musikvermittlung und die Frage nach möglichen Zielgruppen. Möglichkeiten sollten aufgezeigt werden, mit Senioren mit Demenz, mit Behinderten und Hauptschülern niederschwellig zu musizieren und dabei auch digitale Medien wie iPads einzusetzen. Lüdeck: „Die Leute sollen selber Ideen entwickeln, selber aktiv werden.“

Sängerin am Schlagzeug

Auch drei Workshops umfasste das eineinhalbtägige Angebot. Einen davon besuchte auch die Organisatorin. Demonstriert wurde dabei, wie Bandunterricht an Haupt- und Realschulen funktionieren können, sagte Lüdeck, die als Sängerin diesmal am Schlagzeug saß. Eine Stunde habe der Referent gebraucht, um mit den Teilnehmern an den ihnen fremden Instrumenten ein Lied einzustudieren.

60 Euro, ermäßigt 30 Euro mussten die Teilnehmer für beide Tage zahlen – inklusive eines kompletten Caterings. Sponsoren seien notwendig, um ein solches Popmeeting anbieten zu können, sagte Lüdeck. Gefördert wird das Projekt auch vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Auch einige bekannte Vertreter der Branche waren gekommen. So berichtete der Sänger und Gitarrist der Band The Hirsch Effekt, Nils Wittrock, von seinen Erfahrungen, die Band zu professionalisieren. Er erzählte das sehr unprätentiös in der Gesprächsrunde, in der es um „Musik Marke: Eigenbau“ ging. Er berichtete vom fünfjährigen Klinkenputzen, von dem Wollen, obwohl dabei kein Geld zu verdienen gewesen sei – „Anhängerkupplung an Muttis Auto geschraubt, Anhänger gemietet und los geht’s“. Aber er schränkte auch ein, dass der Weg heute, zehn Jahre später ein anderer sein könnte.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ sollte das Popmeeting bringen, sagte Lüdeck. „Die Bands sollen netzwerken. Wir, die LAG Rock, sind ein Landesverband und wollen, das Niedersachsen zusammenwächst.“ Und dazu rät sie: „Lernt euch kennen, tauscht eure Telefonnummern aus, freundet euch an. Sonst habt ihr keine Chance.“

Von Peter Krüger-Lenz

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