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Regional Caligola: Schwedisch, schwarz und sexy
Nachrichten Kultur Regional Caligola: Schwedisch, schwarz und sexy
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11:20 17.09.2012
Große Stimme: Caligola-Frontmann Björn Dixgård im Rampenlicht.
Große Stimme: Caligola-Frontmann Björn Dixgård im Rampenlicht. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Caligola zelebrieren eine Messe für den Elektro-Poprock. Caligola, das ist ein Musikprojekt der beiden Mando-Diao-Frontmänner Dixgård und Gustaf Norén. Mit zwei DJs, vier Macbooks zwei Tänzerinnen und dem Rapper Natty Silver stehen die Schweden auf der Bühne der Stadthalle – die kaum wieder zu erkennen ist. Ein fulminanter Auftakt für das Festival „NDR 2 Soundcheck“ am Donnerstagabend, 13. September.

Weiße Pferde mit Riesenphallus, weiße Säulen, blaue (manchmal auch grüne oder rote) Lichteffekte – was für ein Bühnenbild. Die Halle ist mit schwarzen Tüchern abgehängt. Vielleicht liegt es daran, dass der Sound so geschliffen, glasklar und transparent ist. In der Stadthalle ist das bei Rockkonzerten sonst ein seltenes Vergnügen.

Zum Auftakt des "Soundcheck"-Festivals haben Caligola in der Stadthalle Göttingen gespielt. © Theodoro da Silva

Caligola treten stets mit schwarzen Kutten und Kapuzen auf  die Bühne – so auch beim Opener Back to Earth. Beim zweiten Stück (Down by the Riverside)  fallen die Kapuzen, beim dritten das Hemd von Norén. Schwarz bleibt die Musik, viel Funk, viel Hiphop, ein bisschen Soul, ein wenig Dub und immer reichlich Dynamik. Die Musiker geben von Anfang an Gas. Das Konzert dauert ja nur eine Stunde. Fette Elektrobeats und -bässe wummern durch die Halle, „Göttingen, rise your hands, give me that beat“, ruft Norén und viele der rund 800 Fans folgen dem smarten Schweden gern.

Gitarre, Bass und Drums, der Rest kommt aus dem Rechner. Auch wenn der Sound elektronisch und schwarz statt gitarrenlastig und europäisch ist, klingt manchmal Mando Diao durch. Dixgård singt mit seiner unverwechselbaren sexy Stimme selbst den Rapper an die Wand. Pünktlich ist nach einer zu kurzen Stunde Schluss. Die Göttinger wollen (vergeblich) trotzdem mehr.

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