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Regional Das Duo 3421 und Miss Red gastieren im Foyer des Jungen Theaters
Nachrichten Kultur Regional Das Duo 3421 und Miss Red gastieren im Foyer des Jungen Theaters
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17:46 10.07.2013
Elektronik-Duo aus Haifa zu Gast in Göttingen: 3421.
Elektronik-Duo aus Haifa zu Gast in Göttingen: 3421. Quelle: CR
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Göttingen

Denn jetzt organisierten die Verantwortlichen der Kantine im Jungen Theater, die mit dem Pools zusammenhängt, ein Konzert mit dem aus Haifa stammenden Duo 3421 und der Sängerin Miss Red im Foyer des Hauses.

Die Instrumentierung fällt im Vergleich zu vielen Konzerten in der Studentenstadt auf. Ein Schlagzeug und drei Synthesizer stehen auf der Bühne. 3421 machen elektronische Musik, die allerdings nicht aus dem Computer kommt. Sie bieten Livemusik. Dabei vermischt das Duo zum meist Stile wie Dubstep, Elektro und Jungel – rhythmisch, teils minimalistisch, elektronisch.

Aufmerksamkeit des Publikums

3421 spielen nicht lange um den heißen Brei, sondern legen sofort los. Die Musik ist nicht nur gut zu hören, sondern auch zu spüren. Sie ist laut. Einige der knapp 25 Besucher fangen sofort an ausgelassen zu tanzen. Viel Gesang gibt es nicht. Eher ein paar Töne, die in ein Mikrofon gesungen und durch die Synthesizer verändert werden. 3421 können aber auch anders: Bei ihrem Lied „Sparks“, bei dem sie die meiste Aufmerksamkeit des Publikums zu haben scheinen, gibt es neben dem Schlagzeugrhythmus und den Synthesizereffekten auch noch melodischen Gesang. Der Song überzeugt. Er ist eingängig, durchdacht und kommt gut an. „Ich finde die richtig gut“, sagt eine Zuhörerin, „ich stelle mir vor, dass es vier Uhr morgens ist und alle völlig durchdrehen.“ 3421 begeistern immer mehr Leute im Foyer.

Alles passt zusammen

Doch erst Miss Red bringt das gewisse Etwas auf die Bühne. Nachdem 3421 ein paar Lieder gespielt haben, taucht sie am Mikrofon auf. Die Sängerin und Rapperin nimmt mit ihrer Präsenz sofort die Bühne ein. Tanz, Gesang, Auftreten – alles passt zusammen. Sie verändert auch ein wenig den Stil des Auftritts. Genres wie Dancehall und Reagaeton sind zu hören. Ihr Gesang ist gut, das Rappen präzise. Manchmal nutzt sie ihre Kopfstimme. Miss Red passt perfekt zu dem Duo und rundet den Abend ab. „Schade, dass das Konzert hier in Göttingen so untergeht“, meint die Zuhörerin und tanzt noch ein bisschen weiter.

Von Friedrich Schmidt