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Regional Das Körpergefühl ist entscheidend
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20:02 03.09.2009
Zu Gast bei der Kunst-Gala 2004: die KAZ-Akrobaten Detlef Schnier und Hansjörg Baumgartner mit ihrer Nummer „Der doppelte Arnold“.
Zu Gast bei der Kunst-Gala 2004: die KAZ-Akrobaten Detlef Schnier und Hansjörg Baumgartner mit ihrer Nummer „Der doppelte Arnold“. Quelle: Heller
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Mehr als 100 Teilnehmer hatte die Gruppe im Laufe der Zeit. Detlef Schnier ist einer von zweien, die seit 1984 dabei sind. Vier Wochen nach der Gründung kam er dazu, als „völliger Einsteiger“. So wie er, ein Pantomime, kamen viele aus der Kleinkunstszene zur Akrobatik, angeleitet von Mitbegründer Martin Böing und den Holländern Ton Kusters und Wilma Kuper. „Die Akrobatik kam aus den Niederlanden zu uns und hat die deutsche Turnszene befruchtet“, erklärt Schnier. Heute leitet er die Neulinge an, gibt Tipps und beteiligt sich an der Entwicklung von Choreographien, in denen auch James Bond und bayrische Lederhosen Platz finden.

Akrobatik habe gar nicht in erster Linie mit Kraft zu tun – „wir sind keine Muskelpakete“. Entscheidend ist das Körpergefühl, Balance, Konzentration. Und das kann jeder lernen. So besteht die KAZ-Gruppe aus einer bunten Mischung von Studenten, Berufstätigen, Männern und Frauen zwischen 18 und 56 Jahren. Nur für Kinder gibt es eine eigene Gruppe.

Das menschliche Miteinander ist dann auch das Entscheidende für Detlef Schnier. „Anderen etwas beizubringen, ist eine tolle Arbeit“ sagt er. Und obwohl sich die Akrobatik-Truppe ständig wandelt, gelingt es immer wieder, Leute länger zu binden, um nach der „Grundausbildung“ gemeinsam Vorführungen zu bestreiten. Denn auch der Applaus ist wichtig: Die Gruppe tritt regelmäßig auf, in Göttingen und bei Straßenfesten oder Akrobatiktreffen in Deutschland und den Niederlanden. Auf ein Ziel hinarbeiten zu können, ist eben auch Akrobaten ein Ansporn.

„Fantastische Dinge“

Das Jubiläum wird am Sonntag im Jungen Theater mit einer Varietéshow gefeiert. Nicht nur die KAZ-Akrobaten treten auf. Sie teilen sich die Bühne mit anderen Kleinkunstgruppen des KAZ: den Clowns, Jongleuren, Stepperinnen und der Tanzwerkstatt. Dort kann man als Zuschauer sehen, was Detlef Schnier an der Akrobatik fasziniert: „Dass man mit dem Körper ganz fantastische Dinge machen kann.“

Die Schau im Jungen Theater, Hospitalstraße 6, beginnt am Sonntag, 6. September, um 19 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse zwischen 11 Uhr und 14 Uhr (außer sonntags), an der Abendkasse oder unter Telefon 05   51/49   50   15.

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