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Regional Der deutsch-schwedische „4 Wheel Drive“
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20:00 12.03.2019
Nils Landgren, Michael Wollny, Wolfgang Haffner und Lars Danielsson (v.l.) von der Jazz-Band „4 Wheel Drive“. Quelle: Stephen Freiheit/act/dpa
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Berlin

Bei vielen Konzerten sind sie sich über den Weg gelaufen, haben sowohl live als auch im Studio in diversen Konstellationen miteinander musiziert. Nun aber schließen sich die Schweden Nils Landgren (Posaune, Gesang) und Lars Danielsson (Bass, Cello) mit den Deutschen Michael Wollny (Piano) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug) erstmals zu einer Traum-Kombo des europäischen Jazz zusammen.

Unter dem Albumtitel „4 Wheel Drive“ (ACT) - also Vierradantrieb, was die kraftvolle Dynamik des Projekts hübsch zusammenfasst - setzen diese vier Solo-Cracks auf eine lässige, manchmal fast zu gefällige Mischung aus neuem Material und Pop-Mainstream. Ob eine weitere Aufnahme von „Another Day In Paradise“ (Phil Collins), „Just The Way You Are“ (Billy Joel) oder „That’s All“ (Genesis) wirklich zwingend ist, bleibt letztlich ebenso Geschmackssache wie Landgrens helle, freundliche Tenorstimme.

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Cover- und Eigenversionen

Von den acht Coverversionen gelingen das famos swingende Instrumental „Lady Madonna“ der Beatles und „If You Love Somebody“ von Sting am überzeugendsten. Für Jazz-Puristen wohl interessanter sind die Eigenbeiträge, ganz gerecht einer pro Mitstreiter. Besonders in diesen Stücken merkt man „4 Wheel Drive“ - dem Projekt an sich und dem gemeinsamen Album - die Freude der vier fabelhaften Instrumentalisten an ihrer Teamplayer-Rolle an.

Wollnys funky Opener „Polygon“, Haffners hochmelodische Drummer-Fingerübung „Lobito“, Landgrens abwechslungsreiches „Le Chat Sur Toit“ und das Titel-Prunkstück von Danielsson machen Vorfreude auf die gemeinsamen Konzerte im April. Während die Platte „4 Wheel Drive“ noch als sehr ordentlich motorisierter Vierzylinder daherkommt, dürfte das Quartett live mit zusätzlichem Turbolader unterwegs sein.

Das Album „4 Wheel Drive“ von Landgren-Wollny-Danielsson-Haffner erscheint am Freitag (15.3.) über ACT. Konzerte „4 Wheel Drive“: 07.04. Lüneburg, Libeskind Auditorium, 08.04. Hamburg, Laeiszhalle - großer Saal, 09.04. Bremen, Die Glocke, 10.04. Dortmund, Konzerthaus, 11.04. Kaiserslautern, Kammgarn (Int. Jazzfestival), 12.04. Frankfurt/Main, Alte Oper, 13.04. München, Prinzregententheater, 14.04. Zürich, Kaufleuten, 17.04. Berlin, Philharmonie, 18.04. Düsseldorf, Tonhalle, 19.04. Stuttgart, Theaterhaus (Int. Jazztage).

Von Werner Herpell, dpa

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