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Regional Der jordanische Film „Captain Abu Raed“ von Amin Matalqa ist angelaufen
Nachrichten Kultur Regional Der jordanische Film „Captain Abu Raed“ von Amin Matalqa ist angelaufen
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18:11 26.03.2009
Lacht, flucht, erzählt Geschichten: „Captain“ Abu Raed (Nadim Sawalha). Quelle: MBA Distributions
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Das Problem: „Captain“ Abu Raed (Nadim Sawalha), eigentlich Hausmeister im Flughafen von Amman, hat noch nie ein Flugzeug von innen gesehen, geschweige denn sein armes Heimatland verlassen. Ist er deshalb ein Hochstapler?

Mitnichten: Abu Raed ist nicht einfach ein schiffbrüchiger Käpt‘n Blaubär, denn er versucht seinen desillusioniertem Publikum Perspektiven aufzuzeigen. Er will ihnen beweisen, dass sie es aus ihrem schmutzigen Vorort schaffen können, wenn sie sich nur anstrengen. 

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Wie schwierig es für den liebenswerten Mann wird, für seine Ideale einzustehen, erzählt Regisseur Amin Matalqa einfühlsam und schlicht in warm-gelben Bildern. Der gebürtige Jordanier, der in Ohio das College besucht hat, braucht bei den hervorragenden Schauspielern allerdings nicht tief in die Trickkiste zu greifen: Die sich behutsam entwickelnde Freundschaft zwischen Abu Raed und der Pilotin Nour (Rena Sultan) ist nicht das Zentrum, aber nicht zuletzt dank der großartigen schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller, ein Höhepunkt des Films. 

Anrührend poetisch

Matalqas Werk ist der erste jordanische Film mit internationalem Kinostart, was man ihm – sei es nun Lob oder Kritik – auch in jeder Minute ansieht: Denn „Captain Abu 

Raed ist eine universale, anrührend poetische Geschichte, die aber auch in jedem anderen Land hätte spielen können. Der Nachbarstaat Israels bleibt leider reine Kulisse, was sich auch im westlich-orchestralen Soundtrack sowie im Anspruch auf internationale Beachtung wiederspiegelt: „Schreibe etwas, in dem auch Charlie Chaplin mitspielen würde“, forderte der amerikanische Produzent David Pritchard vom Regisseur. Dennoch ist Matalqa mit dem Drama „Captain Abu Raed“ eine poetische Hymne auf die Freundschaft gelungen. Sie stellt viele Genrevertreter aus der Traumfabrik mühelos in den Schatten. 

                                                                                                                       Von Jonas Rohde