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Regional Blechschäden und dramatische Jugendlieben
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12:28 21.06.2017
„Du neben mir“ Quelle: r
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Und wieder fliegt das Blech weg

Transformers: The Last Knigt“

Von Martin Schwickert

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Mit Autos, Flugzeugen und Raumschiffen, die sich mit ein paar Handgriffen zu imposanten Robotermonstern umbauen ließen, hat der US-Spielzeughersteller „Hasbro“ in den Achtzigern ein Vermögen verdient. „Transformers“ nannten sich die Gefährte, welche die Allmachtsfantasien und die Technikbegeisterung kleiner Jungs gleichermaßen bedienten. Einer von ihnen hieß Michael Bay.

Der hat später die Transformers fürs Kino zum Leben erweckt. Vier Filme, und es ist kein Ende in Sicht. Schließlich ist im letzten Teil erst Mark Wahlberg als menschlicher Hauptheld an Bord gekommen.

In Folge 5 geht es um den Ursprung der Transformers, die aus dem All auf die Erde gekommen sind. Schon mit König Artus – so wollen es die drei Drehbuchautoren in ihrem aufgeblasenen Skript – sollen die Roboter an der Tafel gesessen und sich dem Schutz der Menschheit vor den bösen Decepticons verschrieben haben.

Deren Schöpferin ist mit einem planetengroßen Raumschiff unterwegs, um die Erde zu vernichten. Und los geht es mit einem mythologisch notdürftig untermauerten Weltenretterplot. 

Transformers: The Last Knight“, Regie: Michael Bay, 150 Minuten, FSK 12, Cinemaxx, Kinowelt Herzberg, Neue Schauburg Northeim, Duderstadt

Im Kopf ein Paar

„Du neben mir“

Die 18-jährige Maddy (Amandla Stenberg) leidet an einer Immundefizienz, die sie zu einem von der Außenwelt abgeschotteten Leben zwingt. Eines Tages zieht der etwa gleichaltrige Olly (Nick Robinson) nebenan ein. Die beiden jungen Leute nehmen Blick- und Chatkontakt auf, fühlen sich zueinander hingezogen. Doch eine direkte Begegnung scheint unmöglich.

Das klingt erstmal verdächtig nach Herzschmerz-Romantik à la Nicholas Sparks. Doch Stella Meghie hat in „Du neben mir“ einige bezaubernde Inszenierungsideen umgesetzt. Dazu fühlen sich die beiden Hauptdarsteller bestens in ihre Rollen ein. bra
„Du neben mir“, Regie: Stella Meghie, 96 Minuten, FSK 6, Cinemaxx

Der Mann mit dem Hut

Beuys

Joseph Beuys, der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke: 30 Jahre ist der Tod des Ausnahme-Künstlers her, der als erster Deutscher eine Einzelausstellung im Guggenheim Museum in New York erhielt. Trotzdem blieb er ein Mann mit Mission, "Ja. Ich will das Bewusstsein der Menschen erweitern", ist eine seiner berühmtesten Aussagen.

Regisseur Andres Veiel und seine Cutter Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer zeichnen in ihrer furiosen, klugen Collage das Bild eines einzigartigen Menschen und Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte. BEUYS ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen Joseph Beuys, seiner Kunst und seiner Ideenräume, mitreißend, provozierend und verblüffend gegenwärtig.

"Beuys", Regie: Andres Veiel, Lumiere

"Denk ich an Deutschland in der Nacht"

Fünf DJs/Musiker bei der Arbeit im Studio, im Club, auf der Bühne. Außerdem: Persönliche Reflektionen über ihren Werdegang und die weite Welt der elektronischen Musik - "Denk ich an Deutschland in der Nacht" ist ein Dokumentarfilm, der schon länger überfällig war. Denn die dort beleuchtete Techno-Musik ist eben alles andere als leicht zu verstehen.

"Denk ich an Deutschland in der Nacht", Regie: Romuald Karmakar, 100 Minuten, Lumiere