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Regional Klar beatleslastig
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20:28 29.07.2017
Von Matthias Heinzel
Quelle: GT
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Herberhausen

Bei angenehmen Temperaturen im Garten des Lokals startete das Sextett klar beatleslastig. Danach ging es quer durch die Geschichte der Popmusik, vor allem aus der goldenen Zeit der britischen Popmusik vor 50 Jahren. Aber auch neuere Titel brachte die Band den gut 100 Zuhörern zu Gehör.

„170 Songs haben wir im Repertoire“, sagt Bruno Christ nicht ohne Stolz. Mitte der 1980er Jahre, erklär der Gitarrist und Sänger, in seinem anderen Leben Medizinprofessor am Universitätsklinikum Leipzig, habe er begonnen, in einer Band Musik zu machen. „Und Mitte der 1990er Jahre meinten wir, wir seien nun soweit, auch öffentlich auftreten zu können.“ Das funktioniere seit Jahrzehnten. Klar sei, „wir simd alle keine Profis. Aber wir haben alle Spaß an der Musik.“

Und die soll ihr Publikum, auch das tendenziell eher im gesetzteren Alter, zum Mitsingen und Tanzen animieren. Das dauerte am Sonnabend ein wenig. Stattdessen hatte Dorfschänken-Mitbetreiberin Vera Rohrdantz jede Menge damit zu tun, den Grill mit Bratwürsten und Schweinesteaks zu bestücken: Offenbar macht Musik auch hungrig.

„Wir haben ganz unterschiedliche musikalische Vorlieben“, sagt Heinrich Arend, wie Christ Gitarrist und Sänger in der Band. „Wir spielen einfach von jedem etwas.“ Gerne Wohlfühl-Musik wie beispielsweise von den Eagles. Auch mal deutsche Schlager von Drafi Deutscher oder Freddy Quinn. Spezialität der Band seien eher unbekannte Songs sehr bekannter Bands - „zum Beispiel die B-Seiten der damaligen Hit-Singles“.

Und das bis heute. Mit gleich vier Gitarren, Bassgitarre, Cajon – einer Kistentrommel – und fast immer mehrstimmigem Gesang bekommen die sechs Musiker einen flüssigen, lockeren Sound hin, zu dem sich an eineem lauschigen Sommerabend gut ein kühles Bierchen zischen lässt. „Dorfschänken“-Chefin Karin Peinemann freut's: „Die Saitenschneider waren jetzt schon zum vierten Mal hier.“

Peinemann versucht, einmal im Monat Musik in ihrer Kneipe anzubieten. Anfang der Woche hatten sowohl die Band als auch die Kneipenbetreiberinnen arge Befürchtungen, das Open-Air-Konzert könnte im Dauerregen und einer aufgeweichten Wiese versinken. Doch der Sonnabendnachmittag brachte optimale Bedingungen.