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Regional Diese Kinofilme gibt es ab Donnerstag in und um Göttingen zu sehen
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12:00 26.02.2020
Matthew McConaughey als Mickey Pearson in einer Szene des Films "The Gentlemen". Quelle: Universum Film
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Göttingen

Mit „The Gentlemen“ kehrt Guy Ritchie zur Gangsterkomödie zurück. Neben Matthew McConaughey ist Hugh Grant als schmieriger Privatdetektiv und Colin Farrell als prolliger Boxtrainer zu sehen. Das Drama „Just Mercy“ erzählt die Geschichte eines Anwalts, der für einen zum Tode Verurteilten kämpft. Klamauk erwartet Kinogänger bei „Chaos auf der Feuerwache“. Alle Kinostarts der Woche im Überblick:

Banditen, Blut und Blessuren

Eben noch hatte man sich auf einen netten Film mit Matthew McConaughey gefreut. Der kam in eine Kneipe, bestellte sich am Tresen einen Bourbon. Aber nur eine Minute später schon fällt ein Schuss und Bluttropfen sprenkeln McConaugheys Glas. Es scheint, als habe seine ruchlose Vergangenheit den Amerikaner in England, den Ex-Oxfordstudenten und Drogendealer Mickey Pearson eingeholt und zu Fall gebracht. Schon scheint man das Ende der Geschichte erreicht zu haben und das gleich nach dem Vorspann. Gott sei Dank gibt es das Stilmittel der Rückblende.

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Diese zu ermöglichen, treffen sich hier zwei Leute. Mickeys Erster Offizier Raymond (Charlie Hunnam) und ein gegen den Strich gecasteter Hugh Grant als schmieriger Detektiv Fletcher in hässlicher brauner Lederjacke. Grant, im wahren Leben zuletzt hauptsächlich als Kämpfer gegen Rupert Murdochs News Corporation und deren unsaubere journalistische Methoden gefeiert, liefert in der Rolle des windigen Ermittlers für einen windigen Zeitungsherausgeber ganz große Komödie.

Freundlich gesinnt wirkt der Fragende zwar, aber das Lächeln lässt immer wieder Bedrohung durchblitzen. Fletcher fletscht die großen weißen Zähne – er würde, sagt er, von der Weitergabe aller Materialien an seinen Auftraggeber absehen, bekäme er dafür als monetären Anreiz 20 Millionen Pfund. Ein Klacks gemessen an dem, was er offenbaren könnte.

Einem Imperium ist Fletcher auf die Schliche gekommen. Mickey hat sich über 20 Jahre ein geheimes und ziemlich lukratives Marihuanareich aufgebaut. Er griff der notleidenden britischen Aristokratie beim Erhalt ihrer kostspieligen Familiensitze finanziell unter die Arme und durfte dafür auf deren abgeschiedenen Anwesen seine illegalen Grasfarmen errichten, die die britische Polizei bislang vergeblich suchte.

Gerade war Mickey im Begriff gewesen, sich für 400 Millionen Pfund von seiner kriminellen Vergangenheit loszusagen, seine Pfründe zu verkaufen, mit seiner kühlen Gattin Rosalind (Michelle Dockery, der Lady Mary aus „Downton Abbey“) ehrbar zu werden. Rivalisierende Interessenten – voran der ehrgeizige Berger (Jeremy Strong) und der brutale Chinese Dry-Eye (Henry Golding) – erwarteten beide den Zuschlag.

Matthew McConaughey (r) als Mickey Pearson und Jeremy Strong als Matthew Berger Quelle: Universum Film

Und so wird denn auch viel zugeschlagen in diesem Film, gibt es reichlich Blutfluss und Blessuren, und die knallkomischen Heerscharen von Banditen, Trotteln, Boxern, Rappern, Reportern und rabiaten Russen lassen die zwei Stunden jenes Erbschaftsstreits im Nu verfliegen. Wobei Ritchie es in „The Gentlemen“ ein ums andere Mal bravourös versteht, seine Zuschauer zu überraschen. Überhaupt ist diese weitgehend gelungene Gangsterkomödie (im Original wird ein knackiger Cockney-Slang gepflegt) die Rückkehr des einst als „britischer Tarantino“ gefeierten Regisseurs zu alter Form.

Möglicherweise hat Guy Ritchie zuletzt bei der TV-Serienfassung seines Kultfilms „Snatch“ (berühmt durch Brad Pitt als unverständlich nuschelndem Boyer) zum Underground Spirit seiner frühen Tage zurückgefunden. Der Regisseur einigermaßen gelungener Mainstreamstreifen wie den „Sherlock Holmes“-Krimis mit Robert Downey Jr., der zuletzt die Real-Life-Verfilmung des Disney-Zeichentrickfilms „Aladdin“ steuerte (Will Smith als blauer Dschinn war, ehrlich gesagt, von begrenztem Unterhaltungswert), spielt hier wieder in der eigenen „Bube, Dame, König, Gras“-Klasse.

Charlie Hunnam als Ray und Colin Farrell als Coach Quelle: Universumfilm

Dabei wirkt Richie, dessen Figuren jedwede politische Korrektheit vermissen lassen, stets originell, ohne es dabei auch immer wirklich zu sein. Die derbe Ulknummer mit dem kleingeistigen Zeitungschef Big Dave etwa, der einen von Mickey in aller Öffentlichkeit verweigerten Handschlag nicht verzeihen kann und dem ein kompromittierendes Video mit einem Schwein zu spontaner Leichenblässe verhilft, kennen beflissene TV-Maniacs ganz ähnlich aus der Serie „Black Mirror“. By the Way: Der notorisch großartige Eddie Marsan ist umwerfend, wenn er sich beim Ränkeschmieden am Hosenboden kratzt.

Eine Art Landkarte durch den erzählerischen Irrgarten dieses Films bräuchte man – das jedenfalls ist das Gefühl, von dem der Betrachter nach den ersten 20 Minuten Hochgeschwindigkeitsgeschwätzigkeit überflutet wird. Durchsteigen unmöglich? Nun, der Plot ist tatsächlich verflixt vertrackt, aber Ritchie löst im Lauf der 113 Minuten alles ganz smart auf. Dabei berichtet er seinem Publikum eigentlich nichts Neues – vornehmlich, dass die Linie zwischen Hochwohlgeborenen und Gangstern manchmal kaum mehr als eine Haaresbreite beträgt.

Die Brauerei, die die Kneipe beliefert, in der der erste Schuss des Films fällt, heißt übrigens Gritchie, wie aufmerksame Filmbetrachter lesen konnten. Nun denn, Prost, Mr. Ritchie! Auf Ihr Comeback!

„The Gentlemen“, Regie: Guy Ritchie, mit Matthew McConaughey, Hugh Grant, Charlie Hunnam, Michelle Dockery, 113 Minuten, FSK 16, Cinemaxx Göttingen

Hilfe für den Todgeweihten

Harvard-Absolvent Bryan Stevenson (Michael B. Jordan) hätte als Jurist sicherlich lukrativere Berufsmöglichkeiten gehabt, aber er entscheidet sich Ende der 80er-Jahre, nach Alabama zu ziehen, um sich für die Verurteilten in den dortigen Todestrakten einzusetzen. Sein erster Fall ist der Afroamerikaner Walter McMillian (Jamie Foxx), der eine 18-jährige Weiße ermordet haben soll.

„Als Schwarzer bist du hier schuldig, wenn du auf die Welt kommst“, sagt McMillian zu dem jungen Rechtsanwalt aus dem Norden, der mit dem rassistischen Status Quo in den Südstaaten nicht vertraut ist. Ein Blick in die Gerichtsakten zeigt die Fadenscheinigkeit der Beweislage: Obwohl über ein Dutzend Bewohner des afroamerikanischen Viertels bezeugen können, dass McMillian zur Tatzeit bei einer Grillparty war, folgten die Geschworenen der Beschuldigung des schwer kriminellen, weißen Zeugen. Aber auch als herauskommt, dass die Ermittler diesen zur Falschaussage gezwungen haben, sind Staatsanwalt (Rafe Spall) und Gericht nicht zum Einlenken bereit.

Seit 1976 wurden in den USA 1515 Menschen hingerichtet. Im selben Zeitraum wurde die Unschuld von 166 bereits zum Tode verurteilten Gefangenen in gerichtlichen Wiederaufnahmeverfahren bewiesen. Eine enorm hohe Quote an Justizirrtümern, bedenkt man, dass die Gerichte hier über Leben und Tod entscheiden. In „Just Mercy“ zeigt der hawaiianische Regisseur Destin Daniel Cretton eindrücklich, dass Gerechtigkeit im US-Rechtssystem vor allem eine Frage des Geldes und der Hautfarbe ist, und wie tief der Rassismus in Polizei- und Justizapparat verankert ist.

Auf fesselnde Dramen versteht sich der 41-Jährige, auf dessen Konto vor drei Jahren schon „Schloss aus Glas“ mit Woody Harrelson, Brie Larson und Naomi Watts ging – die Geschichte eines Kindes in einer dysfunktionalen Familie amerikanischer Nomaden.

Jamie Foxx als Walter McMillian und Michael B. Jordan als Bryan Stevenson in dem Film "Just Mercy".

Cretton verzichtet in seinem Film darauf, den engagierten Rechtsanwalt zum heroischen Rettungsengel zu stilisieren. Stattdessen rückt er den Fokus immer wieder auf die Männer im Todestrakt, die mit ihren Ängsten, ihrer Hoffnungslosigkeit um ihre Menschenwürde kämpfen. Dabei kann er in dieser Verfilmung wahrer Begebenheiten (basierend auf Stevensons Bestseller „Ohne Gnade – Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA“) bis in die kleinste Nebenrolle hinein auf ein herausragendes Ensemble zurückgreifen. Vor allem Jamie Foxx („Ray“) gelingt es, die widersprüchlichen Emotionen seiner Figur in einer differenzierten Performance brillant zu bündeln.

„Just Mercy“, Regie: Destin Daniel Cretton, mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx, 137 Minuten, FSK 12, Cinemaxx Göttingen

Roter Himmel über weißem Eis

Russland ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium“, soll Winston Churchill gesagt haben. Und man kann ihm heute noch zustimmen. Ein Land, das durch unvorstellbare Weiten fasziniert und sich über elf Zeitzonen erstreckt mit Wüsten und Wäldern, Steppen und Städten, einzigartiger Fauna und Flora.

Vor wenigen Jahren lief „Russland von oben“ als Mehrteiler im Fernsehen, dann machte das Regieduo Freddie Röckenhaus und die verstorbene Petra Höfer einen Kinofilm daraus. Die Idee hat sich gelohnt. Auf der Leinwand entwickeln die imposanten Bilder einen größeren Reiz – ein spektakuläres Erlebnis.

Roter Himmel über weißen Eisflächen, das ist pure Magie. Vom winterlich-fröhlichen Eisbaden in Leningrad geht es bis zu den Pinien und Palmen Sotschis, von den bunten Zwiebeltürmen im „Goldenen Ring“ um Moskau bis in die Einöde Sibiriens, wo in der Stalinära Millionen im Gulag krepierten, was der Doku nur ein kleiner Nebensatz wert ist.

Armut, politische Repression und die soziale Wirklichkeit am Boden bleiben ausgespart, wenn die Kamera von oben auf faszinierende Landschaften blickt. Das vom Staatskonzern Gazprom finanzierte Projekt wirkt teilweise wie ein touristisches Werbevideo. Nur manchmal ist die Vergangenheit nahe wie beim monumentalen Mahnmal von „Mutter Heimat“ in Wolgograd, dem 1942 von deutschen Truppen zerstörten Stalingrad. Ein Gedenken auch an 1,5 Millionen Tote.

Russland von oben“, Regie: Freddie Röckenhaus und Petra Höfer, 120 Minuten, FSK 0, Neue Schauburg Northeim

Brandneue Babysitter

Eigentlich sind Feuerwehrmann Jake Carson und sein Team hart im Nehmen. Sie sind Profis, die wissen, wie sie mit extremsten Situationen umzugehen haben. Bei einem Einsatz aber kommen sie dann doch an ihre Grenzen: Die Berufshelden müssen drei Geschwister retten – doch nach dem üblichen heroischen Einsatz wartet eine Aufgabe auf sie, der sie kaum gewachsen sind. Als die Eltern des Trios nicht auffindbar sind, werden die Retter zu Babysittern.

Es kommt, wie es in Hollywoodkomödien kommen muss – es gibt „Chaos auf der Feuerwache“. Die Kinder stellen das Leben der Firefighters ordentlich auf den Kopf, privat und beruflich. Die Männer müssen lernen, dass „Kinder – ähnlich wie Brände – wild und unvorhersehbar sind“, wie es in den Ankündigungen zum US-Kinostart hieß. Und am Ende sind die unberufenen Ersatzeltern Feuer und Flamme für die Kids.

Die Hauptrolle des Jake Carson hat John Cena übernommen, neben Hulk Hogan, Dwayne Johnson und Dave Bautista ein weiterer Superwrestler in Hollywood. Regie bei dieser zuweilen arg überdrehten Komödie führte Klamaukspezialist Andy Fickman („Der Kaufhaus Cop 2“).

„Chaos auf der Feuerwache“, Regie: Andy Fickman, mit John Cena, John Leguizamo, 96 Minuten, FSK 0, Cinemaxx Göttingen

Der Horror zu Hause

Cecilia Kass ist mit einem reichen und gewalttätigen Wissenschaftler verheiratet. Um der Ehehölle zu entkommen, flieht sie mit Hilfe ihrer Schwester und Freunden. Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihr Mann selbstmord begangen haben soll und ihr große Teile seines Vermögens hinterlassen hat. Doch stimmt das wirklich oder ist das eine Falle des Verlassenen?

Tatsächlich passieren schon bald seltsame Dinge in Cecilias Umgebung. Die Hauptrolle in diesem Thriller hat Elisabeth Moss übernommen, die derzeit mit der TV-Serie „The Handmaid’s Tale: Der Report der Magd“ große Erfolge feiert. „Der Unsichtbare“ basiert auf einem Roman von H.G. Wells und ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Films von James Whale aus den 1930er Jahren. (dpa)

„Der Unsichtbare“, Regie: Leigh Whannell, mit Elisabeth Moss, Oliver Jackson-Cohen, Aldis Hodge, 110 Minuten, FSK 12, Cinemaxx Göttingen, Movietown Eichsfeld

Miles Davis – Birth of the Cool

Trompeter, Bandleader, Innovator. Elegant, intellektuell, genial und immer wieder auch kontrovers. Ein Mann, der für einen Sound steht, so wundervoll, dass er einem das Herz brechen kann. „Miles Davis – Birth of the Cool“ erzählt von Leben und Karriere eines musikalischen Ausnahmetalents und einer kulturellen Ikone.

Ein wahrer Visionär, der in kein Schema passt und dabei eines absolut verkörperte: Coolness.Regisseur Stanley Nelson (The Black Panthers: Vanguard of the Revolution), einer der führenden Chronisten afro-amerikanischer Geschichte, schuf mit „Miles Davis – Birth of the Cool“ eine Dokumentation, die den Zuschauer hautnah am Sound und an der Persönlichkeit eines der einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts teilhaben lässt – dank bisher unveröffentlichter Archivaufnahmen, Studio Outtakes und seltenen Fotomaterials. Interviews mit Musikern wie Wayne Shorter, Quincy Jones, Juliette Gréco, Carlos Santana, Marcus Miller und Herbie Hancock geben weitere spannende Einblicke in das Leben und Wirken von Miles Davis. r

Miles Davis“, OmU, Regie: Stanley Nelson, 114 Minuten, FSK o.A., Lumière

Die schönste Zeit unseres Lebens

Maxime hat nur Ärger mit seinen Eltern. Vater Victor wird immer nerviger und meckert über das Alter und die Welt an sich. Mutter Marianne würde lieber ihr Leben genießen, wobei ihr Victor mächtig auf den Keks geht. Die Lösung: Sie setzt ihren Mann einfach vor die Tür. Da hat Maxime eine Idee: Sein Freund Antoine hat eine Firma namens „Time Travellers“, die es reichen Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen.

Victor willigt ein. Er entscheidet sich für das Jahr 1974, den exakten Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne unsterblich verliebt hatte. Anfangs skeptisch, lässt er sich immer mehr in den Bann der Erinnerungen ziehen. In einer Kulisse voller Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch beginnt eine Reise, in der die betörende, seine Frau Marianne verkörpernde Schauspielerin Margot die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen lässt. r

„Die schönste Zeit unseres Lebens“, OmU und DF, Regie: Nicolas Bedos, mit Daniel Auteuil, Guillaume Canet, Fanny Ardant, Doria Tillier, 115 Minuten, FSK 12, Lumière

Känguru in der Vorpremiere

Eines Tages steht ein Känguru vor der Tür des Kleinkünstlers Marc-Uwe. Es entpuppt sich als streitbarer und überzeugter Kommunist. Doch obwohl es seinem neuen Mitbewohner gern und oft auf die Nerven geht – wenn es ernst wird, halten die beiden zusammen. „Die Känguru-Chroniken“ von Autor Marc-Uwe Kling waren bereits als Roman-Reihe und auf der Bühne des Jungen Theaters ein Erfolg. Jetzt gibt es die Abenteuer der Känguru-WG auch auf der Leinwand zu sehen. Offizieller Kinostart ist am 5. März. Einige Kinos der Region zeigen den Film jedoch vorab in der Vorpremiere. Eine ausführliche Filmkritik gibt es in der kommenden Woche online unter: gturl.de/kino

„Die Känguru-Chroniken“, Regie: Dani Levy, mit Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Henry Hübchen, 92 Minuten, FSK 0, Cinemaxx Göttingen, Movietown Eichsfeld, Central-Lichtspiele Herzberg, Neue Schauburg Northeim

Von Matthias Halbig, Martin Schwickert, Margret Köhler und Aliki Nassoufis