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Regional Drei Galeristen zeigen ihre Arbeiten
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05:00 17.12.2018
Getuschte Porträts auf Blattgold: Arbeiten von Miriam Hilker. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Nur mit Hilfe von Gisela Hyllus sei der Aufbau der Galerie möglich gewesen, sagt Miriam Hilker in ihrer kurzen Ansprache zur Vernissage. Werke von Hyllus waren in der ersten Ausstellung in der Galerie Art Supplement zu sehen. Jetzt in der 50. Schau zeigen Hyllus, die die Galerie Alte Feuerwache betreibt, sowie Sobecki und Hilker ihre Werke gemeinsam.

Sie hätten sich mit ihrer Galerie in den vergangenen Jahren zum Ziel gesetzt, dem Göttinger kunstinteressierten Publikum eine vielfältiges Programm zu zeigen, so Hilker. Dafür hätten sie immer wieder regionale und überregionalen Künstlern, Studenten, Dozenten und Professoren von Kunstakademien und Universitäten eingeladen und deren Werke ausgestellt. Und es liege ihnen viel daran, die Zusammenarbeit mit Göttingens polnischer Partnerstadt Torun zu pflegen, unter anderem mit einem Austausch zwischen der Galerie und der Kunstakademie Torun.

Ein Bild von Gisela Hyllus. Quelle: Peter Heller

Von Hyllus sind einige farbstarke Bilder in der Schau zu sehen, viel kräftiges, leuchtendes Blau, aber auch Rottöne in vielen Nuancen prägen ihre Arbeiten. In Mischtechnik gemalt, mit dem Spachtel bearbeitet, zeigen sie abstrakte Landschaften. Sie seien intuitiv gemalt und sie „laden ein, den Blick schweifen zu lassen“, so Hilker. Häuser, Ruinen, Schiffe sind zu erkennen. Und, wie Hyllus selbst über ihre Bilder schreibt, immer wieder das Meer.

Jan Jaceck zeigt kleinformatige Tuschezeichnungen. Sie entstehen unterwegs, an Orten, wo er Pause macht, zur Ruhe kommt. Mit vielen winzig-kleinen Punkten setzt er seine Arbeiten zusammen. Diese Punkte dienen der Verlangsamung. Er wolle damit einen Kontrast setzen zu unserer schnelllebigen, vom Digitalen geprägten Zeit, sagt Hilker in ihrer Ansprache.

Arbeit von Jan Jacek Quelle: Peter Heller

Seine Bilder zeigen oft Menschen, Gesichter, Landschaft oder Tiere. Sie stehen für Erinnerungen, Träume, verweisen auf Bücher, die ihn beeindruckt haben, so Hilker.

Hilker selbst hat für die Ausstellung eine Serie kleinformatiger Porträts gewählt. Sie habe selten Gesichter gemalt. Eher habe sie gemalt, worauf Menschen schauen, was ihnen wichtig ist, so Hilker. Diese Serie zeige nun Gesichter, die hinaus schauen. Sie sind getuscht, teilweise mit Blattgold hinterlegt. Sie schauen den Betrachter nachdenklich, zurückhaltend an.

In sanften Farben

Neben den Porträts sind von Hilker auch größere Bilder zu sehen: Ein altes Elektrizitätswerk in Polen in sanften Farben getuscht, wie hinter einem zarten Schleier. Dieses Zarte prägt auch das Bild, das sie in Erinnerung an ihre erste Ausstellung in der Galerie gemalt hat. Es zeigt nur eine Leiter, drei Bilder, die an der Wand lehnen, den ansonsten leeren Raum. Ihre Bilder seien ein Dialog zwischen Erinnerungen, Träumen und der Wirklichkeit, sagt Hilker.

Diese Jubiläumsschau der drei Künstler und Galeristen ist zwar eine kleine Ausstellung, aber eine in der es viel Anregendes zu entdecken gibt.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis zum 11. Januar in der Galerie Art Supplement, Burgstraße 37A, zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 15 –18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 13 Uhr.

Von Christiane Böhm

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