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Regional Erste Probe für das Musik- und Tanzfestival „Sacre du printemps“
Nachrichten Kultur Regional Erste Probe für das Musik- und Tanzfestival „Sacre du printemps“
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00:17 24.06.2013
Aufmerksam bei der Sache: Schüler der IGS und des Hainberg-Gymnasiums und Musiker des GSO.
Aufmerksam bei der Sache: Schüler der IGS und des Hainberg-Gymnasiums und Musiker des GSO. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Zusammen mit einer sechsten Klasse des Hainberg-Gymnasiums treffen die Fünftklässler in der Stadthalle auf das Göttinger Symphonie Orchester (GSO)und seinen musikalischen Leiter Christoph-Mathias Mueller.

Zwei Bläserklassen

Beide Klassen sind Bläserklassen, und „noch ganz frisch“, berichtet Uwe Meile, Musiklehrer der Hainberg-Klasse, denn ihr Instrument lernen die Schüler erst ab Anfang des fünften Schuljahres. Trotzdem werden sie bald auf einer großen Bühne stehen. Zusammen mit dem GSO und Tänzern werden sie im September das Musik- und Tanzfestival „Sacre du printemps“ aufführen, in dessen Mittelpunkt das gleichnamige Ballett von Igor Strawinski steht.

Skandal bei der Uraufführung

„Ein ganz wichtiges Stück für die Musik“, erklärt Mueller den Kindern und erzählt, dass es bei der Uraufführung vor 100 Jahren einen großen Skandal gab. Außerdem steht die Sinfonie Nr.5 von Ludwig van Beethoven auf dem Programm, „auch ein ganz wichtiges Stück“, sagt Mueller. Bei der ersten gemeinsamen Probe platziert Mueller die Schüler erst ohne Instrument zwischen das Orchester und lässt die Sinfonie spielen. Dieses Stück huldige keinem König, hebt Mueller hervor, „hier hat man das Gefühl, Beethoven beschreibt sich selber“.

Ein paar Kinder nicken

In „Le Sacre du printemps“ ginge es um ein junges Mädchen, das geopfert werden solle, beschreibt Mueller den Inhalt des Balletts und fragt: „Könnt ihr verstehen, warum die Leute schockiert waren?“, als das Orchester ein Stück anstimmt. Ein paar Kinder nicken.

Zeit, um Fragen zu stellen

Nach dem gemeinsamen Üben gibt Mueller den Schülern viel Zeit, um Fragen zu stellen. Der Dirigentenberuf interessiert besonders: „Warum hat der Dirigent so‘nen Stock?“. Als Mueller sagt: „Ein guter Dirigent stört sein Orchester nicht“, wirft Birgit Ott, Musiklehrerin der IGS-Klasse ein, „Wie ein Lehrer.“ Der Vergleich liegt nahe. Als „sehr motivierend“ beschreibt Meile den Umgang von Mueller mit den Kindern. „Nett und lustig“ finden einige Schülerinnen den Dirigenten. Und nicht so streng wie ihre eigenen Lehrer, behaupten sie.

Von Daniela Lottmann