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Regional Lesung beim Göttinger Literaturherbst
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00:19 24.10.2018
Kai Meyer, Hannes Riffel, Bernhard Hennen und Markus Heitz sprachen über Fantasyliteratur. Quelle: Vera Wölk
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Göttingen

Riffel, ist Programmbereichsleiter Science Fiction/Fantasy beim Fischer-Verlag. In diesem Verlag erscheinen die Bücher von Meyer und Hennen. Die Geschichten von Heitz erscheinen bei Doermer Knaur. Eins haben alle drei Autoren aber gemeinsam, bevor sie als Fantasyautoren Erfolge feierten, waren sie als Journalisten tätig. Heitz präsentierte dem Publikum im gut besuchten Deutschen Theater einen Auszug aus seinem Mystery-Abenteuer „Doors“. Hierbei gibt es drei Handlungen, die parallel spielen. In allen dreien wird Anna-Lena die Tochter eines reichen Vaters vermisst. „Der Leser hat hierbei die Möglichkeit selbst zu entscheiden, welchen Teil er als erstes lesen möchte“, sagte Heitz. Hennen las aus seinem Werk „Die Chroniken von Azuhr“. In dem die eigentlichen Eroberer einer Stadt diese dann gegen den Angriff von Märgestalten schützen. Meyer stellte sein Ende September erschienenes Buch „Der Pakt der Bücher“ vor, das in er Londoner Bücherstraße im Jahr 1880 spielt. Die Straße der Bücher stelle im hektischen Treiben der Großstadt eine Insel der Ruhe dar.

Herr der Ringe“ als Einstieg

Riffel wollte im Anschluss an die drei kurzen Lesungen wissen, was die Autoren beeinflusst habe Fantasyliteratur zu schreiben. Hennen hat nach eigenen Angaben erst spät zur Fantasyliteratur gefunden, und den Anstoß habe das Buch „Herr der Ringe“ gegeben. Für Heitz waren es unter anderem die Bücher von Mark Brandes. Außerdem bestehe innerhalb der Fantasy die Möglichkeit, weitere Genres in die Geschichte eines Buches mit einfließen zu lassen. Meyer hingegen bekam den Zugang zur Fantasy durch die ersten Star Wars Filme. „Beim Schreiben meiner aktuellen Werke beeinflussen mich vor allem aktuelle Geschehnisse wie die Fake News Debatte“, erklärte Hennen. Während Heitz und Meyer, sich im Vorfeld eines neuen Buches lange Zeit Gedanken um die Handlung machen, und hierfür auch schon ein Exposé anfertigen, hat Hennen nach eigenen Angaben nur eine Grundidee des Buches im Kopf. „Es kann durchaus sein, dass das fertige Buch hinterher nur noch wenig mit der Grundidee gemeinsam hat“, erklärte er dem Publikum. Die Interaktion der Autoren und der damit verbundene Humor sorgten immer wieder für lautes Lachen und gute Stimmung beim Publikum.

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„Keine Werte einhämmern“

Ein Zuhörer wollte von den Autoren wissen, ob sie mit ihren Büchern den Lesern bestimmte Werte vermitteln wollen. Doch dies verneinten sie. „Ich vermeide es, den Lesern Werte einhämmern zu wollen. Aber natürlich fließt mein Weltbild schon in die Geschichte mit ein“, sagte Hennen. Meyer hingegen unterstellt seinen Figuren durchaus auch Mal ein Weltbild, das nicht sein eigenes ist. Von den ersten Wörtern bis zum fertigen Werk benötigen die Autoren zwischen zwei und vier Monaten. Nachwuchsautoren, die ihr ersten Buch veröffentlichen wollen raten sie, möglichst alle Verlage gleichzeitig und vor allem frühzeitig anzuschreiben. Vor allem aber müssten die Nachwuchsautoren Geduld mitbringen, weil es lange dauern könne, bis ein Verlag eines der Werke annehme.

Von Vera Wölk

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