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19:35 07.07.2011
Von Peter Krüger-Lenz
Volontäre mit Chefin und Mitarbeiterin: Judith Preiß, Geschäftsführerin Anja Johannsen, Christian Dinger und Marit Borcherding, zuständig für „Literatur macht Schule“ (von links).
Volontäre mit Chefin und Mitarbeiterin: Judith Preiß, Geschäftsführerin Anja Johannsen, Christian Dinger und Marit Borcherding, zuständig für „Literatur macht Schule“ (von links). Quelle: Hinzmann
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Der Autor wurde 1937 in Wien geboren und wuchs in Israel auf. Eigens für das südniedersächsische Publikum stellt er Texte für den Abend zusammen. Bei dieser Veranstaltung kooperiert das LZ mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit – eine von zahlreichen Kooperationen, eine Vorliebe der LZ-Chefin Anja Johannsen.

Eine weitere Zusammenarbeit, diesmal mit der VGH-Stiftung, beschert dem LZ den bekanntesten Gast der kommenden Monate: Günter Grass liest und erzählt in der Reihe „Literaturfest Niedersachsen“ am Freitag, 23. September, in der Uniaula am Wilhelmsplatz „von allem“, so Johannsen.

Das Programm der Reihe „Literatur macht Schule“ beginnt mit einer Podiumsdiskussion. Unter dem Titel „Wir brauchen Kinder mit Eigensinn“ sprechen der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther, Regine Kiefer, Leiterin des Kei-Kindergartens, und Wolfgang Vogelsaenger, Leiter der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, am Mittwoch, 24. August, im Alten Rathaus über Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen und die sprunghafte angestiegene Verwendung des Medikaments Ritalin zur Ruhigstellung der Kinder.

Neben dem Knüpfen von Netzwerken sind Veranstaltungen mit ausländischen Autoren ein weiterer Schwerpunkt von Johannsen. So kommt am Montag, 19. September, der isländische Mehrfachkünstler Sjön ins LZ. Er schreibt Romane, Gedichte und Drehbücher, für Sängerin Björk Liedtexte, und für seinen Soundtrack „Dancer in the dark“ war er für den Oscar nominiert. In Göttingen liest er aus seinem Roman „Das Gleißen der Nacht“.

Aus Japan kommt die Lyrikerin Yoko Tawada, die auf Deutsch schreibt und liest (Donnerstag, 6. Oktober). Aus Nashville/Tennessee reist die Literaturwissenschaftlerin Barbara Hahn an (Mittwoch, 23. November). Sie hat in sechs Bänden das literarische Vermächtnis von Rahel Varnhagen (1771 – 1833) herausgegeben, die in ihren Salons die Geistesgrößen ihrer Zeit empfing. Michail Schischkin, mehrfach ausgezeichneter russischer Schriftsteller mit Wohnsitz in der Schweiz, stellt sein Buch „Venushaar“ vor, das erste seines umfangreichen Werkes, das ins Deutsche übersetzt wurde.

Die diesjährige Poetikvorlesung hält der Autor und Orientalist Navid Kermani. Sein Ansatz für die Veranstaltung: „Wie also fängt Dichtung die Unendlichkeit der Erfahrung ein? Darüber möchte ich in Göttingen nachdenken.“
In aktuelle und nicht mehr ganz so aktuelle Debatten mischt sich das LZ mit der Einladung zweier Autoren ein. Am Montag, 10. Oktober, spricht der Autor und Journalist Patrick Bahners mit „Monitor“-Redakteurin Isabel Schayani über sein Buch „Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam“, eine Prüfung der Argumente der Islamkritiker, laut Johanssen „ein Gegenbuch zu Sarrazin“. Und über die aktuelle Wirtschaftskrise hat der Kulturwissenschaftler Joseph Vogel in seinem Buch „Das Gespenst des Kapitals“ nachgedacht – aus kultureller Sicht. Am Freitag, 3. Februar, stellt er es im LZ vor.

Eine Kooperation mit dem Göttinger Jazzfestival führte zu dem Abend mit dem Musikproduzenten Siggi Loch. Er spricht über den Aufstieg und Fall der Musikindustrie. Dies tut er mit Jan Strümpel, dem Lektor von Lochs Autobiographie.