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Regional Schäfer jagt literarisch durch Südniedersachsen
Nachrichten Kultur Regional Schäfer jagt literarisch durch Südniedersachsen
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08:00 27.03.2019
Der Braunschweiger Autor Frank Schäfer. Quelle: Andreas Reiffer
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Göttingen

Frank Schäfer ist in der Metropolregion in Südniedersachsen zu Hause: Den Braunschweiger zog es von Göttingen nach Hannover und Wolfsburg bis nach Bargfeld. Für den im Jahr 1966 geborenen Autor gibt es in Südniedersachsen noch wahre Genies und Knasterköppe. In „Jagdszenen in Niedersachsen“ hat er seine Erlebnisse in „hundertprozentig wahren Geschichten“ niedergeschrieben, wie es im Klappentext heißt. Er erzählt dabei von der „Full Metal Cruise“ über Braunschweiger Fußballderbys bis hin zum AC/DC-Konzert auf der hannoverschen Weltausstellung – und Live-Auftritten im Nörgelbuff in Göttingen.

„Dann aber heuchelte ein Label Interesse am Demo und wollte die Band auf der Bühne begutachten. Wir gingen also die Branchenverzeichnisse der umliegenden Metropolen nach Live-Clubs durch und hatten bald eine kleine Tour zusammengestellt. Es schien der Plattenfirma dann zwar doch unerquicklich, extra aus München einzufliegen, aber immerhin, wir vergrößerten unseren Radius und sahen endlich die Welt. Celle, Salzgitter-Gitter, Holle, Peine, Immensen-Arpke, ja, und sogar ganz unten am südlichen Zipfel NiedersachsensGöttingen. Göttingen!

’Könnt vorbeikommen’, meinte der Wirt am Telefon, und ich wusste auf einmal, wie das Nörgelbuff zu seinem Namen gekommen war.

An einem Freitag im Hochsommer mit dem damals üblichen regionalen Wetter, Nieselregen, ritten wir los. Ein Bekannter hatte uns seinen Bulli geliehen.

’Unter einer Bedingung. Ihr spielt nicht auf meiner Party in zwei Wochen.’

Wir nickten genervt.

’Kleiner Scherz! Und höchstens 80 fahren’, warnte er noch, ’andernfalls bricht die Eierfeile auseinander.’

Das glaubte man sofort. Die Hinfahrt überstand sie dann jedoch schadlos.

Der stellvertretende Zapfer wartete schon und raubte uns sogleich alle Illusionen.

’Freitag’, er zog geräuschvoll Luft durch die Zähne, ’immer ganz schlecht.’

Entsprechend hatte der Chef und Namensgeber seinen freien Tag. Wir sahen uns wissen an, luden aber dennoch unser Geraffel aus. Die Bühne war eine Ecke hinten links, vor einer grob gemauerten Wand. Eine PA gab es nicht, dafür viele Tische. Das hier war nicht eigentlich ein Live-Club, sondern eine Kneipe mit einer freien Ecke. Es fühlte sich an wie im Übungskeller, also gar nicht mal so übel, und dann kamen auch schon die Gäste.“

Mehr zum Buch

Frank Schäfer: „Jagdszenen in Niedersachsen“. Verlag Andreas Reiffer, 208 Seiten, 17,90 Euro. Das Buch ist ab Montag, 1. April, im Buchhandel erhältlich.

Von Norma Jean Levin

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