Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Gandersheimer Domfestspiele: „Glöckner“-Lesung und Hippie-Party
Nachrichten Kultur Regional Gandersheimer Domfestspiele: „Glöckner“-Lesung und Hippie-Party
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 11.07.2019
In der Inszenierung „Der Glöckner von Notre Dame“ spielt Jan Kämmerer (2. v.l.) die Rolle des erfolglosen Schriftstellers „Pierre Gringoire“. Quelle: r
Anzeige
Bad Gandersheim

Am Montag, 15. Juli, bringt der Schauspieler Ungespieltes aus der „Der Glöckner von Notre Dame“ zu Gehör. Ab 19. Juli gibt’s drei Mal „Freitags im Zelt“.

„Der Himmel über Paris“ lautet die Überschrift der Lesung im Kaisersaal. Beginn ist um 20 Uhr. Victor Hugos Roman handele „längst nicht nur vom Titelhelden“, teilt Frank Bertram von der Pressestelle der Festspiele mit. Denn das Werk, dessen Titel im französischen Original „Notre-Dame de Paris“ laute (ohne den „Glöckner“ zu benennen), „berichtet vor allem von der Kirche selbst und der Stadt, die sie umgibt“, so Bertram.

Weil auf den Brettern der Bühne vor der Stiftskirche nicht alles an einem Abend erzählt werden könne, werde der Domfestspiel-Darsteller, der in der Inszenierung vor dem Domportal als erfolgloser Schriftsteller Pierre Gringoire zu sehen ist, Kapitel des Romans vortragen, „die von der Kirche und ihren Veränderungen durch die Jahrhunderte erzählen, von den Auseinandersetzungen zwischen Architektur, Geschmack, Kunst und Literatur“. Der „weitgereiste und welterfahrene“ Akkordeonist der Domfestspiel-Band, Vassily Dück, werde die Lesung mit seinem Instrument begleiten.

Dreimal „Freitags im Zelt“: Ein „Nachspiel“ von Hair am 19. Juli

Im Irmgart-Benesch-Kulturhof beginnen am 19. und 26. Juli sowie am 2. August jeweils um 22.30 Uhr die „Freitags im Zelt“-Veranstaltungen – und die seien „beliebt“, betont Bertram.

Am 19. Juli gibt’s ein „Nachspiel“ von „Hair“. Das Ensemble und die Band des Musicals eröffnen „die Kultreihe mit einem Statement der ganz besonderen Art. Die Darsteller feiern die Party weiter und sprechen darüber, was Flower-Power heute bedeutet“, so Bertram. „Was ist eigentlich mit ,freie Liebe’ gemeint? Viele positive Vibes und ganz persönliche Meinungen und Lebenseinstellungen treffen auf die harte Realität des Alltags. Die Besucher erfahren persönlich von den Künstlern, warum sie sich für Frieden, Klima und ein gerechteres und freieres Leben engagieren.“ Die After-Show-Party biete die Hits aus dem Musical zum Mitsingen und vieles mehr. Und: „In der Pause geht der Hut herum.“

Standards und Eigenkompositionen: „Jazz-After-Hour“ am 26. Juli

Mit einer „Jazz-After-Hour“ mit Ferdinand von Seebach, dem musikalischen Leiter der 61. Gandersheimer Domfestspiele, wird die Reihe am 26. Juli fortgesetzt. Von Seebach werde Jazzstandards und eigene Kompositionen präsentieren. Er studierte Jazzposaune und Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg; war als Pianist, Posaunist und musikalischer Leiter an verschiedenen Theatern in Norddeutschland engagiert; und als Jazzposaunist spielte, arrangierte und komponierte er für Big Bands, darunter die Civica Jazz Band Milano und die NDR Big Band. In den Pausen dieser beiden Freitags-Veranstaltungen gehe jeweils „der Hut herum“, so Betram.

„Love, Peace and Shit“: Sommer-Hippie-Party am 2. August

Am 2. August steigt die Sommer-Hippie-Party: „Summer of Love, Peace and Shit“ lautet „im Zeichen des Friedens das Motto des Festes, für das jeder seine Kleiderschränke durchforsten sollte, um die eigenen 68er-Zeiten der Hippies auferstehen zu lassen“, so Betram. „Zusammen mit DJ Bill feiern die Besucher ,bis die Polizei kommt, nehmen Drogen, saufen uns zu und lieben uns alle nackt im Irmgart-Benesch-Kulturhof!’ Auf der Party werde um eine kleine Spende gebeten. „Wer verkleidet kommt, spendet die Hälfte.“

Tickets für die Lesung von Jan Kämmerer (zwölf Euro) sind in der Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele erhältlich.

Von Stefan Kirchhoff

Um die Welt der Starköche und Sternenküche dreht sich alles „Al Dente! – ich bin hier Le Chef“. Das Ein-Personen-Stück mit Fehmi Göklü hatte am Mittwoch Premiere bei den Gandersheimer Domfestspielen.

11.07.2019

Die Händel-Festspiele in Göttingen sind Gründungspartner und Ausrichter von Wettbewerben im Stipendiatenprogramm „EEEmerging“. Künftig heißt es „EEEmerging+“ und erhält wieder Fördermittel.

10.07.2019

Der Umzug des Jungen Theaters (JT) und des KAZ ist weit voran geschritten. Bis Freitag soll das meiste in die Voigtsschule geschafft worden sein, für drei Jahre die neue Heimat der Institutionen.

10.07.2019