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Regional Genuss für Geist und Gaumen: 11. Komische Nacht in Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Genuss für Geist und Gaumen: 11. Komische Nacht in Göttingen
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05:00 23.02.2019
Außergewöhnliche Körperbeherrschung: Herr Niels. Quelle: r
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Göttingen

Acht Künstler in acht Gast-/Musikhäusern: Garantierter Genuss für Gaumen und Geist. Die Komische Nacht ist eines der „erfolgreichsten Live-Comedy-Formate in Deutschland“, erklärt Massimo Spataro für den Veranstalter „Mitunskannman.Reden.“ mit Sitz in Oldenburg. Das Format sei mittlerweile in mehr als 30 Städten beliebt. Spataro: „Die Gäste erleben bei dieser einzigartigen Show einen ausgelassenen Abend in geselliger Runde bei Essen und Trinken“.

Große Nachfrage: Nur noch sehr wenige Restkarten erhältlich

Das Format ist bei den Fans beliebt. Das Apex zum Beispiel meldet „ausverkauft“. Am Donnerstag, 21. Februar, standen nur noch sehr wenige Restkarten zur Verfügung, so der Veranstalter.

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Sieben Bühnen in Göttingen – eine in Rosdorf

Bühnen bieten Apex, Bacon Supreme, Café und Bar Celona, De Medici (Rosdorf), Hotel Weender Hof, La Locanda, Musa und Nörgelbuff. Einlass ist, je nach Lokal, ab etwa 18 Uhr – Beginn der Veranstaltungen ist um 19.30 Uhr, den Abschlussapplaus gibt’s um 22.55 Uhr.

Die Besucher sitzen – die Comedians absolvieren den Marathon

An jedem Ort treten an diesem Abend fünf Künstler jeweils 25 Minuten auf. Das heißt: Die Besucher wechseln nicht zwischen den Einrichtungen, sondern zahlen ihr Ticket für die Bühne im Lokal ihrer Wahl. Beim Comedy-Marathon am Start sind: Andre Kramer, Andrea Volk, Falk, Hans-Hermann Thielke, Herr Niels, Michael Eller, Roberto Capitoni und Toby Käp.

Andrea Volk

„Ruhrpott-Comedy mit dem Charme einer Abrissbirne“, kündigt Massimo Spataro vom Veranstalter an. Volk überzeugt auf der Bühne und im TV „mit der handfesten Poesie eines Horst Schimanski – und den Augenringen eines Christian Thanner“, steht auf ihrer Homepage. Die Kabarettistin „hat sich längst einen festen Platz in den Lachfalten und Tränensäcken ihrer Zuschauer erarbeitet“.

Andre Kramer

Andre Kramer möchte mit einem Mix aus Bissigkeit, Charme und „mit einem vollen, prickelnden Glas Trockenheit“ seinem Publikum den Spiegel hinhalten. „Es soll ein bisschen jucken, ein bisschen kitzeln und ganz bewusst, jedenfalls hin und wieder, auch ein bisschen weh tun.“

Falk

„Wo die Gemeinheit zur Kunstform erklärt wird“ – so beschreibt Spataro Falk (Plückers) Bühnenpräsenz. „Mit kabarettistischem Feinsinn und herzlichstem Hassen randaliert er zurzeit so intelligent wie wohl kaum ein anderer Liedermacher auf den Bühnen dieses Landes.“ Er sehe aus wie der brave Junge von neben; nett eben – ist er aber nicht.

Hans-Hermann Thielke

HHT tritt im allseits bekannt-beliebten Strickpulunder auf die Bühne – direkt aus der beamtendeutschen Mitte der Gesellschaft vor das Publikum. Sein Alter Ego, der pedantische Beamte im Ruhestand, kokettiert mit dessen Image, fasziniert mit Geschichten aus dem Alltag nach dem Leben bei der – genau: ab geht die Post.

Herr Niels

„Herr Niels macht eigentlich nichts. Und wenn er was macht, dann macht er meistens Unsinn“, schreibt Herr Niels über Herrn Niels auf herr-niels.de. „Mit seiner außergewöhnlichen Körperbeherrschung und Bühnenpräsenz ist er international mehrfach ausgezeichnet und gehört zu den gefragtesten Visual Comedy Acts“ (steht ebenda).

Roberto Capitoni

Dieser Mann sucht noch immer nach sich selbst. Sein Gefühls-Chaos macht den Alltag wirklich nicht leicht. Dass seine Pubertäts-Testosteron-Tochter im schwierigsten Alter steckt und er an seine Jugend zurückdenkt, beflügelt nicht nur seine Mimik, sondern führt ihn zur Frage aller Fragen: Wo, wann und vor allem wen hat Roberto zum ersten Mal geküsst?

Toby Käp

Selbstironie, Sarkasmus und keine Scheu vor Themen, die für andere zu heikel sind – so ist Toby Käp. Diskriminierung ist für ihn, der „bis zu 50 Prozent behindert ist“, kein Problem, schreibt er; Tabuthemen sind schließlich sein Ding. Käp spricht über das Leben aus der Perspektive eines Hörgeschädigten. Und dann, schreibt er, muss er auch mit seinem Sprachfehler klarkommen: „That’s comedy with HandiKäp.“

Michael Eller

Der Mann mit der Schieber-, wahlweise Käpt’n-Mütze, ist ein echter Globetrotter. Wenn Eller nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten, steht, flaniert er auf gut polierten Bohlen an der Reling des einen oder anderen Kreuzfahrers entlang; schnappt auf, was er von Passagieren und vom indigenen Volk am Strand kriegen kann und flüstert den skurrilen Fundus seinen Fans ins Ohr.

Von Stefan Kirchhoff

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