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Regional „Gipfeltreffen“ mit Känguru
Nachrichten Kultur Regional „Gipfeltreffen“ mit Känguru
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16:15 18.12.2017
Känguru-Chroniken im Jungen Theater Göttingen. Quelle: Dorothea Heise
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Göttingen

Die Premiere war längst nicht über die Bühne, da waren die ersten Vorstellungen schon ausverkauft. Das JT-Leitungsteam des Hauses am Wochenmarktplatz hat ein gutes Händchen bewiesen, als es als eines der ersten Theater in Deutschland die Bühnenfassung der umjubelten Geschichte um die Wohngemeinschaft des Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling mit einem ziemlich vorlauten Beuteltier auf den Spielplan setzte.

Bei Kling klingelt es an der Haustür. Als er öffnet, steht das Känguru davor. Es stellt sich als neuer Nachbar vor und bittet um Eier, es wolle Pfannkuchen backen. Kling leiht die Eier, doch dem Känguru fehlen auch Mehl, Milch, Öl, Pfanne und Herd. Die einfachste Lösung: Das Tier zieht bei dem etwas trägen Kleinkünstler ein und bringt sein Leben ein wenig auf Trab. Das kommunistische Känguru mischt sich ein und mischt auf. Es boxt hervorragend, ist eloquent und manchmal quengelig, faul und fröhlich. Es liebt Schnapspralinen und kann Neonazis nicht ausstehen.

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Autor Marc-Uwe Kling schrieb selbst die Bühnenfassung und wählte dafür eine Reihe der urkomischen Episoden aus. Intendant Nico Dietrich hat Regie geführt. Es spielen Franziska Lather, Peter Christoph Grünberg und Karsten Zinser. 31 Vorstellungen haben sie bislang gespielt, in aller Regel vor ausverkauftem Haus. Knapp 8000 Zuschauer hat die Produktion bislang angezogen. Weitere sollen hinzukommen, denn das Schauspieler-Trio wird künftig Gastspiele in anderen Städten geben. Am 25. Februar geht es nach Greiz, am 3. Mai, nach Holzminden und am 14. September nach Brandenburg an der Havel.

Dazwischen also kommt noch der Auftritt beim „Gipfeltreffen“. Der Titel der Show: „Begegnungen – das Beste aus Göttingen“. Neben den JT-Akteuren sind das A-cappella-Ensemble Seven Up, die Improschauspieler der Comedy Company, die junge Schlagzeugerin Pauline Jung, der Stepptänzer Stephan Ferneding, Vierter der Deutschen Meisterschaft und Siebter der Europameisterschaft, dabei. Christiane Eiben, die die Nachwuchsbühne „Milchbar“ im Live-Club Nörgelbuff organisiert, bringt junge Künstler von dort mit. Tobias Wolff, geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen führt durch den Abend, den Christoph Jess leitet. Und Jess kündigt an, dass wie in den Vorjahren einige der rund 30 Künstler sich auch diesmal hier und da auf ungewohntes Terrain begeben.

Die Show am Sonnabend, 3. März, beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt. Sie kosten zwischen 34 und 44,90 Euro.

Von Peter Krüger-Lenz