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Regional Tutus und Prinzen
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18:30 25.11.2017
„Der kleine Prinz“: Ballett und Lesung in der Ballettschule "art la danse".
„Der kleine Prinz“: Ballett und Lesung in der Ballettschule "art la danse". Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Mehrere Gymnastikbälle, die Planeten darstellen sollten, auf silbernen Podesten und ein blau glitzernder Vorhang mit aufgeklebten Sternen schmückten die Bühne. Die weiblichen Darsteller saßen rechts und links am Rand und erwarteten ihren Auftritt. Das Klavierstück „Comptine d’Un Autre ÉtéMal“ ertönte, und Tänzerinnen in schwarzen Gymnastikanzügen eröffneten das Stück mit einer Gruppenchoreographie. Dieselbe wurde am Ende noch einmal wiederholt.

Planetenbesuche des Prinzen

Dargestellt wurden die fünf Planetenbesuche des Prinzen. Um den Wechsel der Planeten zu symbolisieren, rollten die Gymnastikbälle von einer Bühnenseite zur anderen. Der Prinz (Leoni Lorey) begegnet dabei einem König (Nina Lenhart), einem Eitler (Luca Stiemerling), einem Geschäftsmann (Alexandra Skackov) und einem Laternenanzünder(Amelie Aue).

Mal in Jeans, mal im Tutu eroberten die Tänzerinnen mit Körperspannung und gestreckten Zehen die Bühne. Solisten und Gruppentänze wechselten sich ab. Die Darbietung der Tänzerinnen aller Ballettklassen wurde durch die Lesung von Ute Delimat unterstützt. Diese las, auf der Bühne und aus dem Publikum heraus, im Stil einer Geschichtenerzählerin und mit verstellten Stimmen Teile der Erzählung vor. Teilweise gab sie den stummen Tänzerinnen eine Stimme. Beispielsweise, als der Laternenanzünder und der Prinz sich darüber unterhalten, warum dieser die Kerze immer wieder anzündet und ausmacht. Dargestellt durch ein Solo- und ein Gruppentanz, der die sich ständig wiederholenden Bewegungen untermalte.

Die liebevoll gestalteten Szenen, wie beispielsweise die tänzerische Darstellung eines Sonnenuntergangs – bei der die Ballerinen in gelb-orangen Bodys und Tutus eine selbstgemalte Sonne auf den blauen Vorhang klebten – und der Spaß der den Tänzerinnen ins Gesicht geschrieben stand, verzieh kleine Patzer und verzögerte Einsätze. Eine rührende Zusammenarbeit von kleinen und großen Tänzern, die mit großem Applaus belohnt wurde.

Künstlerische Leiterin und Choreographin Judtih Kara war zufrieden: „Das Buch fasziniert mich. Ich wollte es schon immer mal aufführen, aber ich hatte nie genug gute Ideen. Eines Nachts träumte ich davon, wie ich die Planeten darstellen kann, und dann stand der Idee nichts mehr im Weg.“

Finanziell unterstützt wurde die Schule von den Stadtwerken Göttingen und der AKB Stiftung. Das Deutsche Theater lieh der Produktion Requisiten.

Weitere Vorstellungen sind am 26. November, 2. und 3. Dezember, jeweils um 12 und 16 Uhr, in der Balletschule „art la danse“, Geiststraße 6. Karten gibt es unter Telefon 0551/42582.

Von Madita Eggers

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