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Regional Göttinger Benefizkonzert der Bigband Presto
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00:17 24.02.2016
Von Michael Caspar
Mit dem Benefizkonzert sammelte die Bigband Presto Spenden für die Unterstützung herzkranker Kinder. 
Mit dem Benefizkonzert sammelte die Bigband Presto Spenden für die Unterstützung herzkranker Kinder.  Quelle: PH
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Göttingen

6500 Babys kommen jedes Jahr in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt. Ein Viertel davon wird noch im ersten Lebensjahr operiert. „Das stürzt die Eltern in ein Wechselbad der Gefühle“, berichtete Heike Bauer vom Verein Gekko (Göttinger Eltern kardiologischer Kinder Kontaktgruppe). Die Vorsitzende: „Es geht heute um Kinder, die tapfer kämpfen, um Eltern, die nicht aufgeben, und um Ärzte, die die Herausforderungen annehmen.“

„Das Thema ist ernst, aber wir wollen jetzt einen lustigen Abend verbringen“, erklärte Conferencier und Sänger Mathias Gotthardt. Ihm gingen die Scherze nicht aus. Gotthardt bei der Begrüßung des Publikums: „Hat hier eben jemand 'Hallo Bigband Pesto' gerufen?“ Eine Hommage an Frank Sinatra, der im Dezember 2015 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, bot das Ensemble.

Da sang Gotthardt The Lady is a tramp, der phantastische Henning Froböse All or nothing at all und beide zusammen das Duett Me and my shadow. Pauline Gildein, die zu fast jedem ihrer Auftritte in neuem Outfit auf der Bühne erschien, war unter anderem mit dem Blues-Klassiker Route 66 zu hören. Aufnahmen der legendären Verbindungsstraße zwischen Chicago und der amerikanischen Westküste flimmerten über eine große Leinwand auf der Bühne. Richtig Dampf gaben die 26 Laienmusiker unter Leitung ihres quirligen Dirigenten Christian Archontidis bei Sinatras Brazil.

Für den guten Zweck sind die Wolbrechtshäuser, die sich 1993 zusammengefunden haben und in der Alten Schule des Ortes üben, zum fünften Mal aufgetreten. Zum zweiten Mal füllten die Musiker nun die Sitzreihen des bis auf einen Platz ausverkauften Deutschen Theaters.

Zustandegekommen ist der Kontakt zu Gekko über Presto-Schlagzeuger Holger Froböse. Er hat Bauers Sohn, der selbst unter einem Herzfehler leidet, Musikunterricht gegeben. „Gekko hat in den 15 Jahren seines Bestehens einen hohen fünfstelligen Betrag eingeworben“, sagte Prof. Thomas Paul, der die Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen leitet. Mit dem Geld werde die Station kindgerechter gestaltet. Das beginne bei der Wandgestaltung der Aufenthalts- oder Behandlungsräume, reiche über Spielgeräte und Tablets für die Jugendlichen bis hin zur medizinischen Ausrüstung.