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Regional Institutionen treten für Toleranz, Vielfalt und Respekt ein
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20:09 21.03.2019
„Glänzen statt ausgrenzen“: Vertreter Göttinger Kulturinstitutionen präsentieren „Göttinger Erklärung der Vielen“. Quelle: Michael Schäfer
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Göttingen

Gegründet wurde die Aktion wurde 2018 in Berlin von Kulturschaffenden, die sich mit den Opfern rassistischer Hetze und rechtspopulistischer Angriffe solidarisieren. Seitdem haben sich zahlreiche Gruppierungen aus den Bereichen Theater, Kunst und Kultur dieser Aktion angeschlossen, sowohl in einzelnen Bundesländern als auch in Städten. Mit dabei sind bislang die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, die Region Nordwest, Schleswig-Holstein und Thüringen, dazu die Städte Berlin, Celle, Dresden, Frankfurt, Halle, Lüneburg, Mannheim und Rostock. Niedersachsen ist ebenso wie Göttingen am Donnerstag, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, dazugekommen.

Rassismus in einer Kleinbürgerfamilie

Federführend für die Göttinger Institutionen ist der Verein „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ (KUNST), dessen Vorsitzender Nils König die „Göttinger Erklärung der Vielen“ im Keller des Deutschen Theaters präsentierte. Zwei themagerechte Beiträge umrahmten die Präsentation der Erklärung: eine Szene aus „Unser Dorf soll schöner werden“ mit dem DT-Schauspieler Ronny Thalmeyer und eine Lesung der Göttinger Autorin Luise Rist aus ihrem Roman „Rosenwinkel“. In der Theaterszene ging es um Rassismus in einer Kleinbürgerfamilie, im Roman um ganz alltägliche Vorurteile gegen Ausländer, wie sie uns überall begegnen können. Das Motto der Aktion „Glänzen statt ausgrenzen“ symbolisiert eine goldene Fahne, die von den beteiligten Institutionen gehisst oder ausgelegt wird. So weht seit Donnerstag auf dem Dach des DT eine solche glänzende Fahne – der Einfachheit halber dienen dafür Rettungsdecken.

Sichtbar Flagge gezeigt

„Wir begreifen die Kultur und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs, soziokulturelle Zentren und andere Orte als offene Räume, die Vielen gehören“, heißt es in der Göttinger Erklärung der Vielen. „Rechter Populismus, der Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien, die Veranstaltungen stören, […] stellen sich gegen die Freiheit der Kunst.“ Die Unterzeichner wollen „kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda“ bieten. Sie wehren die Versuche der Rechtsnationalen ab, „Kultur und Geschichte für ihre Zwecke zu instrumentalisieren“, und verbinden sich „solidarisch mit Menschen, die durch eine extrem rechte Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.“ Die Schlusspassage der Erklärung lautet kurz und bündig: „Solidarität statt rassistischer Ausgrenzung. Es geht um alle.“

Neben dem DT haben bereits auch das Junge Theater, das Kultur- und Aktionszentrum (Kaz), das Goetheinstitut und das Künstlerhaus auf diese Weise sichtbar Flagge gezeigt. Die Erklärung war auch Unterrichtsthema im Goethe-Institut. Luise Rist vom Boat People Projekt: „Es ist selbstverständlich, dass wir uns dazu bekennen.“

Von Michael Schäfer

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