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14:31 20.12.2017
Johannes-Peter Herberhold (links), Brigitte Krompholz-Roehl und Volkmar Böhm. Quelle: meg
Göttingen

„Als Schriftsteller und Intellektueller prägte Böhm die deutsche Nachkriegsliteratur seit seiner ersten Buchpublikation im Jahr 1949 über fast vier Jahrzehnte“, erzählte Nina Hornig, Leiterin der Kommunikation beim Literaturherbst. Die roten Bücher, alle mit einer schwarzen „Heinrich Böll“ Aufschrift, stehen nun im ersten Obergeschoss der Bibliothek und werden von Volkmar Böhm, unter anderem zuständig für die Literaturromane der Bibliothek, eingearbeitet. „Ältere Werke werden wir vielleicht austauschen.“

Die Kölner Gesamtausgabe vom Verlag Kiepenheuer und Witsch war bereits vier Wochen während des Literaturherbstes im Günter-Grass-Archiv ausgestellt. „Jeden Tag hatten wir so 30, 40 Besucher, die sich durch die Bücher blätterten und lasen“, erzählte Johannes-Peter Herberhold, Geschäftsführer des Göttinger Literaturherbstes. „Wir dachten uns, die Stadtbibliothek bietet sich fürs Weiterblättern und -lesen super an.“

Einheitlich und kommentiert

„Wir haben viel von Böll, aber jetzt auch einheitlich und in einem Rutsch zu finden“, sagte Bibliotheksleiterin Brigitte Krompholz-Roehl. Zudem sei die Gesamtausgabe textkritisch und kommentiert. Das sei vor allem für die studentische Zielgruppe etwas Besonderes. Außerdem enthalte die Ausgabe „Materialien, die so noch nicht publiziert wurden“, sagte Hornig.

„Wir sind stolz unserem Kooperationspartner die Ausgabe zu überreichen“, so Herberhold. Seit drei Jahren ist die Stadtbibliothek nicht nur Veranstaltungsort von Lesungen in einfacher Sprache, sondern hütet auch das Archiv des Literaturherbstes. „Ziel ist es, dass alle Werke des Literaturherbstes komplett hier stehen“, so Böhm. Viele Werke werden gekauft oder vom Literaturherbstbüro zur Verfügung gestellt. Allerdings fehlen noch einige Werke. „Manchmal spenden uns die Leute auch Bücher. Dafür sind wir sehr dankbar, da besonders alte Titel oft nicht mehr zu kriegen sind.“

Über Heinrich Böll

Heinrich Böll (1917-1985) war in den 1970er- und 1980er-Jahren außer Günter Grass der weltweit bekannteste deutsche Schriftsteller. Seine Bücher erreichten allein auf Deutsch eine Auflage von mehr als zehn Millionen Exemplaren. Böll schrieb Kurzgeschichten, Satiren und Romane. Zu den erfolgreichsten Titeln zählen das „Irische Tagebuch“ und „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“. Der Autor beteiligte sich zudem an den gesellschaftlichen Debatten der Bundesrepublik. Er setzte sich kritisch mit der katholischen Kirche auseinander und unterstützte die Friedensbewegung. (mit: epd)

Stationen in Leben und Werk Heinrich Bölls

Aktionen zum 100. Geburtstag Heinrich Bölls

Eine Heinrich-Böll-Ausstellung ist im Herbst im Göttinger Günter-Grass-Archiv gezeigt worden.

Hier geht es zum Artikel: http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Kultur/Regional/Ausstellung-zu-Boells-Wirken-in-Goettingen

Bilder finden Sie hier:

Julia Riedhammer hat sich auf die Spuren Heinrich Bölls begeben. Ein Podcast ist hier abrufbar:

https://soundcloud.com/boellstiftung/100-jahre-heinrich-boll-bollfokus

Von Madita Eggers

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