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Regional Bund fördert Händel-Festspiele Göttingen
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19:20 23.10.2018
Die Bundestagsabgeordneten Katrin Budde (2. v. r.) und Thomas Oppermann (li.) mit Sigrid Jacobi und Tobias Wolff von der Händel-Gesellschaft. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Göttingen auf Augenhöhe mit Bayreuth. Das ist mit Blick auf den Bundeshaushalt den Internationalen Händel-Festspielen gelungen. Von 2019 an sollen diese einen eigenen Titel im Etat bekommen – und damit Aussicht auf dauerhafte Förderung. Diese Nachricht haben am Dienstag die SPD-Politiker Katrin Budde und Thomas Oppermann überbracht.

„Für uns ist das ein absoluter Ritterschlag“, kommentierte Festspiel-Intendant Tobias Wolff die Nachricht. „Das“, das ist gleich zweierlei: Die Händel-Festspiele Göttingen und die in Halle bekommen einen eigenen Titel im Bundeshaushalt. Das gibt es bislang nur für die Bayreuther Festspiele. Die beiden Händel-Festivals sollen im kommenden Jahr jeweils 190.000 Euro Förderung erhalten. Für Wolff „ein tolles Signal“, für Sigrid Jacobi, stellvertretende Vorsitzende der Göttinger Händel-Gesellschaft, eine Motivation für ehrenamtliches Engagement.

Der Göttinger SPD-Abgeordnete und Bundestagsvizepräsident Oppermann war in Begleitung der Vorsitzenden des Bundestagskulturausschusses Budde (SPD) in die Geschäftsstelle gekommen, um die Festspielleitung direkt zu informieren. „Es bedarf hoher Qualität, um dauerhaft in Bundesfinanzierung zu kommen“, fasste die Kulturausschussvorsitzende Budde die Einzigartigkeit dieser Förderung zusammen. „Das ist nicht zuletzt Ihr Verdienst“, wies Oppermann auf die Rolle Wolffs hin. Der beeilte sich, den Anteil Laurence Cummings, des Künstlerischen Leiters der Festspiele, ins rechte Licht zu rücken. Dieser habe entscheidenden Anteil an der Qualitätssteigerung in den vergangenen Jahren.

Außer Renommee hat die gute Nachricht aus Berlin auch sehr praktischen Nutzen für die Händel-Festspiele in Göttingen. Längst bereiten Wolff und seine Mitstreiter das 100-Jahre-Jubiläum im Jahr 2020 vor, und dafür müssen bereits in Kürze Investitionen getätigt und weitere Mitarbeiter an Deck genommen werden. In vielen Fällen ist Kulturförderung an einzelne Projektzeiträume gebunden, so auch bei den Göttinger Festspielen. Das bedeutet konkret, dass Programmhefte und Tickets erst kurz vor dem eigentlichen Festival auf den Markt gebracht werden können und dürfen. Institutionelle Förderung befreit von diesen Fesseln und lässt freieres wirtschaftliches Handeln der Festspielleitung zu.

Der Zuschuss aus Berlin, äußerte Oppermann in Richtung Jacobi, die auch dem Kreistag angehört, sei doch ein schöner Anlass für Stadt und Landkreis Göttingen, sich zum Händel-Jubiläum in zwei Jahren zu einem Zuschlag zur bisherigen Förderung durchzuringen. Wolff kommentierte, dass er dazu bereits mit den beiden zuständigen Dezernenten aus Stadt- und Kreisverwaltung in guten Gesprächen sei. Das Programm 2020, so Wolff, müsse „Weltklasse sein, weil wir ein Weltklasse-Publikum erwarten“.

Wofür Bundespolitik praktisch gut sein kann, erläuterte Budde, die die Händel-Festspiele in Göttingen im kommenden Jahr besuchen will, mit einem Zitat Oppermanns. Dieser habe, als sie Ausschussvorsitzende geworden sei, gesagt: „Schön, dass wir den Kulturausschuss haben. Jetzt können wir das Thema Händel noch besser bespielen.“

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Von Christoph Oppermann

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