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Regional Haley Johnsen begeistert mit mächtiger Stimme
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15:00 14.02.2019
Beeindruckte mit großer stimmlicher Bandbreite: Haley Johnsen im Apex Göttingen Quelle: Jörg Linnhoff
Göttingen

Haley Johnsens Songs tragen Einflüsse von Pop, Rock, Country und Gospel in sich. Ihre Präsens auf der Bühne im Göttinger Apex hat die zahlreichen Besucher beeindruckt.

Die Sängerin steht allein mit ihrer Gitarre auf der Bühne. Johnsens mit großer Leidenschaft und beachtlicher stimmlicher Bandbreite vorgetragenen Songs tragen auch in dieser reduzierten akustischen Form dramatisch opulente und zugleich auch verletzliche Gefühle. „Cuts And Bruises“ von ihrer EP „Through The Blue“ ist gleich zu Beginn so ein Lied, das zwischen großer Popkunst und feierlichem Pathos lanciert. Von ihrem „crappy car“ sei der Song „Everything Comes Back Again“ inspiriert, erzählt sie, und „I´ll see You Around“ beschäftige sich mit einer ihr nicht wohlgesonnenen Person. Zart und mit Inbrunst gesungen scheint die bewegende Ballade „Feel the water“ fast im Raum zu schweben.

Johnsen wuchs in einem hochmusikalischen Elternhaus auf. In Oregon geboren, lag ihr Fokus zunächst auf Chor- und A-capella Gesang, bevor sie eine Solo-Karriere anstrebte. Inspiriert von Pop-Größen wie Bonnie Raitt, Grace Potter oder Brandie Carlile ist sie inzwischen mit ihren opulenten rockigen Pop-Songs zu einer der aufstrebenden Künstlerinnen des Pazifischen Nordwesten avanciert und hat zwei EPs veröffentlicht. Als Leadsängerin der Band „The Wind And The Wave“ tourte sie durch ganz Amerika.

Teilnahme bei „American Idol“

Bei ihrem Konzert in Göttingen ruft sie ihren Freund und Roadmanager Jonny Shewell auf die Bühne, um ihm für seinen Song „Famous“ das Mikrofon zu überlassen. Shewell, der ebenfalls mit beeindruckender Stimme aufwarten kann, wird sie nach diesem Gig gen Amerika verlassen, was sie sehr traurig stimme, so Johnsen. Immer wieder muss sie ihre Gitarre nachstimmen und überbrückt diese Zeit mit kleinen Geschichten rund um ihre Lieder und über sich selbst. Viel ungewohnte Aufmerksamkeit habe ihr 2012 ihre Teilnahme bei „American Idol“, einem Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“, gebracht.

Ein „Cover eines Covers“ ist für sie der Song „Blue Bayou“, der sie in der Interpretation von Linda Ronstadt beeindruckt hat. Komponiert wurde er 1961 von Roy Orbison und Joe Melson. Und auch dem von Sonny Bono für Cher geschriebenen Song „Bang Bang“ drückt Johnsen eine beeindruckend eigene Note mit Westernflair auf. In der Fassung von Nancy Sinatra wurde er in dem Film „Kill Bill Vol.1“ von Quentin Tarantino bekannt.

Wie im Flug vergeht der Abend und „Keep On Saying Goodbye“ ist dann schon Johnsens letzter Song. Dessen Refrain textet sie spontan in „New York, Göttingen, Chicago, just keep on saying goodbye...“ um.

Zugabe mit „Lift me up“

Lautes rhythmisches Klatschen der begeisterten Besucher holt sie umgehend zurück auf die Bühne. Sie habe ja auch ihre aktuelle Single noch nicht gespielt, so Johnsen lächelnd. „Lift me up“ ist ein waschechter Rocker, der auch nur zur akustischen Gitarre eine mitreißende Wirkung entwickelt, wenn sich langsam und majestätisch ihre Stimme erhebt. Das Stück ist, wie einige andere, Vorbote ihres im Mai erscheinenden ersten Longplayers.

„The real last song“ bringt dann noch mal ganz großes Kino im Sinne des Wortes auf die Bühne des Apex. Dem von Lady Gaga komponierten und gemeinsam mit Bradley Cooper in dem Film „A Star Is Born“ gesungenen Song „Shallow“ kommt Johnsen im Duett mit Shewell „gefährlich“ nah.

Mit langem Applaus wird die sie im Anschluss als Entdeckung und stimmliches Juwel zugleich gefeiert.

Von Jörg Linnhoff

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