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Regional Harter Texasrock mit schnellen Gitarrenriffs
Nachrichten Kultur Regional Harter Texasrock mit schnellen Gitarrenriffs
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20:00 31.08.2011
Machen gehörig Druck: die „Side Slip Indicators“.
Machen gehörig Druck: die „Side Slip Indicators“. Quelle: Heller
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Die Musiker machen gleich zu Beginn ordentlich Druck. Mit schnellen, beeindruckenden Gitarrenriffs und einem groovigen Bass bieten sie den begeisterten Zuhörern harten Texasrock. „Wir sind, glaube ich, viel zu schnell“, meint Gitarrist und Sänger Detlef, der mit seiner rauchigen Stimme den ZZ-Top-Klassikern wie „Automobile“, „Gimme all your lovin’“ oder „Sharp dressed man“ eine noch rockigere, härtere Note verleiht. Der Bassist Ed zeigt, dass am Bass durchaus auch Fingerfertigkeit gefragt ist.

Absolutes Highlight ist aber der junge Schlagzeuger Louis, Detlefs Sohn, der mit seinen nicht mal 15 Jahren älteren Drummern durchaus das Wasser reichen kann. Die Musik und vor allem das Rhythmusgefühl scheinen ihm im Blut zu liegen. Leider verzichtet er auf ein Solo, das nicht nur seine treuen Fans, die das Durchschnittsalter des Publikums im Nörgelbuff fast halbieren, gern gehört hätten.

Seit drei Jahren spielen die Musiker nun in dieser Konstellation. Bereits zwischen den Jahren 1989 und 1995 waren Detlef und Ed mit unterschiedlichen Drummern und ihren ZZ-Top Covern in Göttingen und Umgebung unterwegs. Da der Verschleiß an Schlagzeugern relativ groß war, kam es zur Trennung. Also setzten sie auf den Nachwuchs. Vor drei Jahren rief Detlef seinen Freund an und verkündete: „Mein Sohn ist soweit“. Sie fanden sich wieder als Trio zusammen und blieben ZZ Top treu.

Als Vorband sorgten die drei Musiker der „Klaus’ Band“ mit teils etwas monotonem Rock für einen eher ruhigen Einstieg mit Coversongs von „Psycho killer“ von den Talking Heads bis „Disentchanted“ von My Chemical Romance.

Die darauffolgenden Side Slip Indicators rockten wesentlich mehr. Wie es nun mit ihnen weitergeht, ist noch unklar, ein Auftrittsangebot erhielten sie bereits an diesem Abend. Bleibt zu hoffen, dass die Musiker nicht wieder für so lange Zeit von der Bühne verschwinden.

Von Noreen Hirschfeld