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Regional „I Think I Spider-Festival“: Auftritte in der Göttinger Musa
Nachrichten Kultur Regional „I Think I Spider-Festival“: Auftritte in der Göttinger Musa
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19:38 29.10.2013
Stilecht: die Headbanger-Band Ducs aus Hannover. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Am Anfang spielt die Kopf-Schwinger-Fraktion. „Ducs“ aus Hannover bieten Alternative Rock mit mehr als einer Prise Hard-Rock und Grunge. Auch wenn eines ihrer Lieder „Oldschool“ heißt und ihre Musik vielleicht nicht der von heutigen Teenieschwärmen entsprechen mag, klingen die drei Musiker frisch. Stilecht und richtig gut gespielt. Dauer-Headbanging von Bassist Malte Schalk inklusive.

Bei der Göttinger Formation „Merry-Go-Round“ ist es voll auf der Bühne. Klänge von Schlagzeug, Gitarren, Bass, Trompete und Posaune verbinden sich zu herrlich tanzbaren Arrangements. Bekannte Stücke gesellen sich fast unbemerkt zu Liedern von der aktuellen CD „More“. „Merry-Go-Round“ ist sich treu geblieben. Frontmann Sascha Pelzel fasst den Abend vortrefflich zusammen: „Ein ganz tolles Festival mit ganz tollen Bands“.

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Und genau das beweisen auch die folgenden Gruppen. „Black as Chalk“ aus Göttingen machen tollen Indie-Rock. Emotional und mit guten Ideen. Ein bisschen erinnern sie an die britische Band „Placebo“. Mit Julian Schima steht der versierteste Sänger des Abends auf der Bühne.
„Flooot“ – ehemals „What The Funk“ – bringt Funk, Ragga und HipHop mit.

Seit ihrem erfolgreichen Abschneiden bei Local Heros 2012 spielten die sechs Göttinger zahlreiche Auftritte, unter anderem auch bei „Rock meets Classic“. In der Musa überzeugen sie erneut. Neben Posaunen-, Trompeten- und Schlagzeugspiel, müssen Bassist Nico Bauckholt – slappen, zupfen und vieles mehr ist alles kein Problem – und Gitarrist Florian Pertsch – starkes Gitarrenspiel, das die Arrangements belebt – hervorgehoben werden.

Punk-Rock und College-Punk haben sich „Fat Belly“ auf die Fahne geschrieben. Die erfahrenen Musiker runden das Festival mit knackigen und eingängigen Songs ab. Wer am Ende des langen Musikabends noch Kraft hat, hat mit den Hannoveranern noch eine Menge Spaß.
Und was macht ein gutes Festival zu einem sehr guten Festival?

Das Drumherum! Bands feiern hier Bands. Nicht nur auf der Bühne sind Göttinger Formationen zu finden, sondern auch davor. So haben unter anderen die Jungs von „The Academic Failure“ oder „Sidata“ im Publikum ihren Spaß. Die Organisatoren haben vieles richtig gemacht. Mit „Ducs“, „Black as Chalk“ und „Fat Belly“ hat die Agentur nicht nur eigene Bands mitgebracht, sondern auch andere talentierte Gruppen auftreten lassen. Mehr als schön!

Von Friedrich Schmidt