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Regional „Ich darf einen Jungen spielen, das ist großartig“
Nachrichten Kultur Regional „Ich darf einen Jungen spielen, das ist großartig“
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20:12 06.09.2011
Die Neuen: Kathrin Müller, Michael Meichßner, Sarah Schermuly, Marie-Kristien Heger, Vanessa Czapla und Nadine Nollau (v. l.). Quelle: CH
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Von diesen vier Neuen ist Sarah Schermuly, geboren 1986 in Berlin, dem Göttinger Publikum schon bekannt. Sie wirkte mit in Mark Zurmühles Inszenierung „Cabaret“ und inszenierte in der vergangenen Spielzeit „Alter Ford Escort dunkelblau“ und Thomas Bernhards Stück „Der Theatermacher“, mit dem das DT derzeit in Dörfern der Region unterwegs ist. Schermuly findet, dass sie hier ein „tolles Haus“ und „tolle Kollegen“ gefunden hat.

Die 1987 in Oldenburg geborene, an der Hochschule in Hannover ausgebildete Schauspielerin Marie-Kristien Heger hat ebenfalls bereits in „Cabaret“ ihre musikalischen Fähigkeiten in Göttingen bewiesen. Musik ist ohnehin ein wichtiger Lebensinhalt für die begeisterte Violin- und Klavierspielerin. Sie hat in der „West Side Story“ die Rolle der Rosalia übernommen und wird anschließend in Goethes „Tasso“ zu sehen sein.

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Mit ihrer tiefen Altstimme wird sich Nadine Nollau, Jahrgang 1981, als Anita in der „West Side Story“ erstmals dem Göttinger Publikum präsentieren. Sie hat vorher als freie Schauspielerin gearbeitet, das DT ist ihr erstes festes Haus. Mit dem Satz „Die Familie ist jetzt da für ein, zwei Jahre“ beschreibt sie ihr Gefühl, nun in einem großen Ensemble zu arbeiten.

Ältester der vier „West Side Story“-Mitspieler ist der 1979 in Bonn geborene Michael Meichßner. Ihn reizt vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Fähigkeiten, die in dem Stück „in hohem Maße abgefragt“ werden: Stimme, Bewegung, Rhythmus. „Unser Beruf lebt von der Ganzheitlichkeit“, betont er. Bevor er nach Göttingen kam, war er in Pforzheim engagiert und an diversen Kurzfilmen beteiligt. Sein Göttinger Debüt gibt er als Riff in der „West Side Story“.

Dazu sind zwei weitere junge Schauspielerinnen neu im DT-Ensemble. Vanessa Czapla, geboren 1987 in Braunschweig, freut sich nach zwei Jahren freier Theaterarbeit sehr darauf, nun im Ensemble spielen und lernen zu können. In der vergangenen Spielzeit war sie in „Der goldene Drache“ zu sehen. Nun wirkt sie in „Fest und Begräbnis“ mit, anschließend bekommt sie in „Peter Pan“ eine Hosenrolle: „Ich darf einen Jungen spielen, endlich, das ist großartig“, freut sie sich auf diese Herausforderung.

Kathrin Müller, 1983 in Frankfurt am Main geboren, hat nach Ausbildung und einem Jahr Elternzeit ihr erstes festes Engagement am Jungen Schauspiel im DT bekommen. Sie debütiert in „Mein innerer Elvis“ (Premiere 8. Oktober) und spielt anschließend – Premiere eine Woche später – im Kinderstück „Zwei Monster“ von Gertrud Pigor ein blaues Monster.

Von Michael Schäfer