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Regional Indische Fotografie: „Vom Werden und Vergehen“ im Goethe-Institut Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Indische Fotografie: „Vom Werden und Vergehen“ im Goethe-Institut Göttingen
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17:39 18.07.2013
Von Peter Krüger-Lenz
Licht im Dunkeln: fotografiert von Shiho Kito.
Licht im Dunkeln: fotografiert von Shiho Kito. Quelle: EF
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Göttingen

Seine Bilder sind Teil einer Ausstellung, die derzeit im Göttinger Goethe-Institut zu sehen ist. „Suburbia“ heißt die Schau, zu Deutsch: „Vorort“. Elf Fotografen aus Indien zeigen unter dem Titel „Vom Werden und Vergehen“ einen Ausschnitt ihrer Arbeit, die in der Erstausgabe der Zeitschrift „Pix“ veröffentlicht wurde. Das Goethe-Institut Neu Delhi ist Hauptsponsor des Heftes, die erste Ausgabe ist vergriffen und wird gerade nachgedruckt. Nach der Eröffnung in Frankfurt/Main ist Göttingen die zweite Station der Schau.

Teils sind es Quereinsteiger

Teils sind es Quereinsteiger, teils gelernte Fotografen, die der Kurator Rahaab Allana ausgewählt hat. Einige befassen sich vor allem mit fotografischen Fragen, andere wie Rahul S. Ravi mit gesellschaftlichen Problemen. Ravi hat so genannte Pah-Bürger in Kerala porträtiert, Menschen, die nach der Teilung Indiens und Pakistans zwischen die Staaten gerieten. Sie leben geduldet in Indien, immer von Abschiebung bedroht. Doch in ihre Heimat Pakistan dürfen sie nicht.

Rajesh Vora stellt Diptychen aus. Er bringt Szenen zusammen, die durch das überraschende Nebeneinander den Blick neu lenken. So zeigt er Arbeiter auf der Ladefläche eines Lkw und darunter Schülerinnen einer Modeakademie.

Einblicke in den indischen Alltag

Natürlich vermittelt die Schau auch Einblicke in den indischen Alltag. Ronny Sen dokumentierte die drangvolle Enge in der indischen Eisenbahn  zumindest in der preisgünstigen Abteilen, die nicht reserviert werden können. Die anderen hingegen sind nahezu verwaist. Der ehemalige Versicherungsvertreter Mark Phillips fotografierte in einer Vorstadt Mumbais einen Gebäudekomplex, der jetzt Gemeindezentrum ist – eng, abgewrackt und voller Leben.

Die Ausstellung „Vom Werden und Vergehen“ ist bis 5. September montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr im Goethe-Institut Göttingen, Merkelstraße 4, zu sehen.