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Regional Die „Magische Saiten“ des Barock-Komponisten
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19:16 31.01.2019
Organisatoren, Förderer und Sponsoren: Christian Firmbach, Christoph Oppermann, Sandra Hinz, Prof. Dr. Martin Balleer, Erich Sidler, Michael Büchting, Hans-Christian Biallas, Dr. Annette Schwandner, Laurence Cummings, Dr. Johannes Janssen, Sigrid Jacobi, Rainer Hald, Petra Broistedt, Bernhard Reuter, Tobias Wolff. Quelle: R
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Göttingen

Tobias Wolff, geschäftsführender Intendant der Festspiele, startete die Pressekonferenz mit einem Ausschnitt aus Händels „Saul“, ein Werk, das das Festspielorchester in einem Festkonzert am Sonnabend, 18. Mai, um 18 Uhr in der St.-Blasius-Kirche in Hann. Münden präsentieren wird. Die Titelrolle singt der Bariton Markus Brück, „ein großartiger Sänger“, erklärte Laurence Cummings, künstlerischer Leiter der Händel-Festspiele. Brück habe als Saul zwar nicht sehr viel zu singen, er sei aber auch „ein begnadeter Darsteller“,

Wie in jedem Jahr steht auch diesmal die Oper im Zentrum der Festspiele. Die Organisatoren haben „Rodrigo“ ausgewählt, „ein sehr frühes Werk Händels“, sagte Cummings, der die Musik des Werkes als „sehr frisch“ bezeichnete: „eine starke Musik voller Schönheit“. Ein Großteil des Werkes sei verschollen gewesen. Erst 1974 sei das Libretto wieder aufgetaucht, 1983 dann habe man den dritte Akt in der Sammlung des Earl of Shaftesbury gefunden.

Getreu der Politik der Göttinger Händel-Festspiele seien für die Oper auch diesmal junge Sängerinnen und Sänger verpflichtet worden. Die Sopranistin Erica Eloff wird die Titelrolle singen. Die Südafrikanerin wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Unter anderem gewann sie den Londoner „Handel Singing Competition“. Tenor Jorge Navarro Colorado wird als Giuliano auftreten. Bei dem Londoner Wettbewerb erreichte er das Halbfinale.

Für das Galakonzert haben die Organisatoren Christophe Dumaux engagiert. Der Countertenor wird Händel-Arien vortragen – mit einer „begnadeten Stimme“, sagt Cummings.

Medienpartner der Händel-Festspiele wird auch in diesem Jahr wieder das Göttinger Tageblatt sein. Das Festival besitze „einen großen Stellenwert“, sagte der stellvertretende Chefredakteur Christoph Oppermann. Der Verlag investiere „viel Zeit, viel Raum und viel Manpower“ für die Berichterstattung, die sehr geballt etwa zwei Wochen veröffentlicht würde – „wie bei den Olympischen Spielen“.

Oppermann verriet, dass es während der Festspiele eine Veranstaltung in der GT-Townhall geben werde. Zu Gast soll diesmal Cummings sein. „Eine hoch spannende Geschichte“, meinte er, eine gute Gelegenheit, um mit den Lesern ins Gespräch zu kommen. Tickets für den Abend gibt es allerdings nicht zu kaufen. So werden in einem Gewinnspiel verlost.

Georg Friedrich Händel ...

... deutsch-britischer Barock-Komponist (1685-1759), gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Geschichte. Er wurde in Halle an der Saale geboren. Schon als Zehnjähriger komponierte Händel. Mit 17 wurde er Organist an der Schlosskirche seiner Heimatstadt. Danach wirkte er in Hamburg und vier Jahre lang in Italien. Von 1710 bis 1712 war er Hofkapellmeister in Hannover. Von hier aus ging er nach London, wo er bis zu seinem Tode Hofkomponist der mit Hannover verbundenen britischen Welfenkönige Georg I. und Georg II. war. Händels Hauptwerk umfasst unter anderem 42 Opern und 25 Oratorien, darunter der „Messias" („Messiah“) mit dem weltbekannten Chor „Hallelujah“. Daneben schuf er Kirchenmusik für den englischen Hof, Kantaten, zahlreiche Werke für Orchester sowie Kammer- und Klaviermusik. Zu seinen häufig gespielten Werken gehören die „Wassermusik“ und die „Feuerwerksmusik“, die er für die beiden Könige komponierte. Händel war außerdem als Opernunternehmer tätig. Für seine Oratorien griff er häufig auf biblische Stoffe zurück. Göttingen und Halle erinnern in jedem Jahr mit hochkarätig besetzten Festspielen an den Komponisten.

Eine Kooperation wird es wieder geben zwischen dem Deutschen Theater Göttingen (DT) und dem Oldenburgischen Staatstheater. Beide produzieren zusammen die Oper. Eine großen Vorzug dieser Kooperation schilderte Christian Firmbach, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters: „Beide Häuser sind bauliche identisch“, das DT sei nach dem Theater in Oldenburg gebaut worden. Lediglich die Seitenbühne liege auf der anderen Seite, und in Oldenburg gebe es einen Rang mehr. Neben der Zusammenarbeit mit Oldenburg kooperieren die Göttinger Organisatoren auch mit den Händel-Festspielen in Halle, und „an den Festspielen in Karlsruhe arbeiten wir noch“, sagte Wolff.

Im kommenden Jahr steht dann das 100-jährige Jubiläum der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen an. Dafür soll es mehr Geld vom Land Niedersachsen geben für „das einzige Barock-Festival in Niedersachsen“, das zudem überregionale Ausstrahlung besitze, erklärte Annette Schwandner, Ministerialdirigentin im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Zielvereinbarungen seine bis 2020 festgelegt, aber „das Jubiläum fördern wir zusätzlich“. Mehr noch: „Ich habe nicht den geringsten Zweifel am Gelingen der Verhandlungen für die Zeit nach 2020.“

Der Vorverkauf für Mitglieder startet am Freitag, 1. Februar, um 9 Uhr. Am Freitag, 8. Februar, um 9 Uhr beginnt der offizielle Vorverkauf. Karten gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt.

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