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Regional Zweimal „isar148“ an der Leine
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16:15 25.03.2018
Treten zweimal beim 15. Impro-Festival in Göttingen auf: Birgit Linner und Roland Trescher sind „isar148“
Treten zweimal beim 15. Impro-Festival in Göttingen auf: Birgit Linner und Roland Trescher sind „isar148“
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Göttingen

„Improvisationstheater ist intelligente Unterhaltung, die Spaß macht“, meint Trescher. Der Künstler gründete 2002 mit Linner das Impro-Theater „isar148“ in München. Er als künstlerischer Leiter, sie als Spielerin in der Kernbesetzung. „Wir wollten ein neues Team und ein anderes Konzept“, sagt Trescher.

Spezielles Talent

Vorher haben sie in demselben Ensemble gespielt, das der Theaterwissenschaftler ebenfalls mitgründete. Er habe die Castings durchgeführt und dabei Linner kennengelernt, die eine Ausbildung an der Clownsschule in Hannover absolviert hat. „Mir war sofort klar, dass sie dafür ein spezielles Talent hat“, erinnert er sich.

Spaziergang an der Isar

Seit 2009 führt Trescher „isar148“ alleine, doch das Kernteam aus ihm, Linner und Marc Schmolling ist geblieben. Die Hauptshow des Impro-Theaters heißt „Linner & Trescher“. „Das zu zweit Spielen macht die Show aus“, sagt Trescher und meint: „Wir sind sehr unterschiedlich, aber ergänzen uns gut“. Über die Jahre habe „isar148“ verschiedene Formate ausprobiert, bei denen immer verschiedene Spieler dabei gewesen seien.

Und wieso nennt sich ein Improvisationstheater „isar148“? „Damit viele Leute diese Frage stellen“, antwortet Trescher. Die Idee zu dem Namen hatten er und Linner bei einem Spaziergang an der Isar, bei dem sie in Münchens Innenstadt das Schild für 148 Flusskilometer entdeckt hätten. Außerdem hätte ihnen die Metapher der Veränderung dabei gefallen, weil die Isar nicht still stehe. Auch beim Improvisationstheater gebe es keinen Stillstand. Er beschreibt es als „unvorhersehbar“, da jedes Mal neue Situationen entstehen würden.

Ein Spiel wie ein gutes Gespräch

Der Theaterwissenschaftler macht deutlich, dass diese Theaterform nicht nur den Namen trägt, sondern wirklich reine Improvisation ist. „Wir denken uns vorher gar nichts aus, wir machen alles ganz spontan“, erklärt er. „Nach so vielen Jahren ist es immer noch spannend“, ergänzt der Künstler. Das sei auch für die Spieler selbst am besten. Trescher vergleicht diese Situation mit einem guten Gespräch, das vorher auch nicht geplant werde.

Auch für die Auftritte in Göttingen sind keine Proben nötig. „Ich erfahre dann an dem Abend, was wir spielen, und dann spielen wir einfach“, sagt Trescher. Bei dem Impro-Festival tritt „isar148“ zweimal mit der Göttinger „Comedy Company“ auf. Die beiden Improvisationstheater kennen sich schon, so Trescher. „Seit vielen Jahren findet bereits ein Austausch zwischen uns statt“, ergänzt der Schauspieler, der bereits in Göttingen aufgetreten ist. Die Comedy-Company beschreibt er als „ein bisschen verrückt – aber in positivem Sinn“.

Am Dienstag, 10. April, wird „isar148“ Teil einer Gameshow sein, bei der die Spieler die Kommandos des Moderators befolgen sollen. Die Veranstaltung mit dem Titel „Impro-Slam – Einer, sie alle zu knechten“ beginnt um 20 Uhr im Jungen Theater, Hospitalstraße 6, in Göttingen. Die zweite Veranstaltung mit isar148 „Das Match“ am Sonntag, 15. April, beginnt um 19 Uhr im Lumière, Geismarlandstraße 19, in Göttingen. Eintrittskarten sind in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt, erhältlich. Weitere Informationen über das Festival vom 6. bis 19. April sind unter comedy-company.de zu finden.

Von Isa Kroeschell

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