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Regional Ein Dutzend Ausstellungen in diesem Jahr im Göttinger Künstlerhaus
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19:20 14.02.2019
Das Ausstellungsprogramm 2019 stellen im Künstlerhaus Göttingen (v.l.) Erhard Schröter, Reinhard Irmscher, Ute Grünwald, Frank-Helge Steuer, Georg Hoppenstedt, Christel Irmscher und Pola Pretsch Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Vorstandsmitglieder des Vereins Künstlerhaus haben das Jahresprogramm für 2019 vorgestellt. Ein gutes Dutzend Ausstellungen sind von den Vereinsmitgliedern um ihren Vorsitzenden Reinhard Irmscher organisiert worden. Die Vorstellung des Programms im Atelier von Erhart Schröter geschah keinen Moment zu früh, denn die erste Exposition in der Gotmarstraße 1 ist bereits gelaufen. Der Göttinger Carlos Schulze-Nowak präsentierte bis 10. Februar analoge und digitale Collagen unter dem Motto „Die Transzendenz der Transparenz“.

Am 14. Februar folgte die zweite Vernissage im noch jungen Jahr: Anthony Canham zeigt bis zum 17. März Malerei, Handzeichnungen und Siebdrucke. Er hat die Auswahl seiner Werke unter das Motto „This und that“ gestellt. Canham ist in England geboren, lebt aber schon viele Jahre in Hildesheim. Der Titel seiner Ausstellung (deutsch: „Dies und das“) sei ein wenig lapidar gehalten, meint Georg Hoppenstedt vom Verein Künstlerhaus. Aber, so fügt er hinzu: „Auch geheimnisvoll“.

Konzeptkunst

Vom 21. März bis 21. April will das Göttinger Künstlertrio Diana Janecke, Leena Krüger und Matthias Walliser Konzeptkunst zeigen, Titel: „Wir betreten feuertrunken, Himmlische, die Eurozone“. „Sie haben sich zwei Jahre lang mit dem Thema Kommunikation auseinandergesetzt“, erläutert Ute Gruenwald vom künstlerischen Beirat des Vereins. Herausgekommen sind zum Beispiel aus Zeitungsschlagzeilen erstellte Texte, die wie Gedichte erscheinen. Es ist die Suche nach der Alltagspoetik, sagt Gruenwald. Dazu werde es am 29. März eine Begleitveranstaltung geben mit Texten des Dichters Kurt Schwitters.

Die Ausstellungen im Überblick

„This and That“ von Anthony Canham, von Donnerstag, 14. Februar, bis Sonntag, 17. März.

„Wir betreten feuertrunken, Himmlische, deine Eurozone: Diana Janecke, Leena Krüger und Matthias Walliser von Donnerstag, 21. März, bis Sonntag, 21. April.

Malerei, Installationen und Videoinstallationen stellt Julia Lia Walter ab Sonntag, 7. April bis 5. Mai aus.

„Wo die Stadt endet“ heißt die Ausstellung von Klaus Kölmel, von Donnerstag, 25. April, bis Freitag, 24. Mai.

Die Ausstellung „korrespondenzen“ ist von Sonntag, 12. Mai, bis Sonntag, 9. Juni zu sehen. Die Schau besteht aus Gemälden, Skulpturen und Installationen von Lily Stehling.

„Disruption“ mit Werken von Maria Muñoz wird am Donnerstag, 6. Juni eröffnet und dauert bis Sonntag, 7. Juli.

Objektinstallationen präsentieren Nana Hirose und Kazuma Nagatani in „Out of the Ordinary“ von Donnerstag, 8. August, bis Sonntag, 8. September.

Die Kunstformen Collage, Malerei und Zeichnung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung von Sarah Schumann von Sonntag, 11. August, bis Sonntag, 8. September.

„An der Linie/Der Großen TänzErIn“ lautet der Titel der Ausstellung von Erhard Joseph, die ab Donnerstag, 12. September besichtigt werden kann, bis 13. Oktober.

Die Künstlerin Gudrun Jockers zeigt ihre Bilder unter dem Titel „Nicht nur Magenta“ von Sonntag, 15. September, bis Sonntag, 13. Oktober.

Zudem: Der Kunstverein Göttingen zeigt im Künstlerhaus unter dem Titel „Private Viewing“ bis Sonntag, 10. März, in der Oberen Galerie Werke von Sofia Duchovny.

Die Jahresausstellung von Kreis 34 kann von Sonntag, 20. Oktober, bis Sonntag, 17. November besichtigt werden.

Digitale und analoge Medien sind das Thema der Ausstellung „postdigital – von a nach b nach c“ von Künstlern des Bundes Bildender Künstler (BBK) Südniedersachsen, die von Freitag, 25. Oktober, bis Sonntag, 10. November, zu sehen ist.

Die Jahresausstellung des BBK Südniedersachsen zeigt das Künstlerhaus Göttingen von Sonntag, 23. November, bis Sonntag, 29. Dezember.

Geöffnet ist dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr.

Aus Berlin kommt Julia Lia Walter im April nach Göttingen. Ihre Exposition mit dem Titel „Flüssiges Prisma“ zeigt Malerei, Installationen und Videoinstallationen, die Vernissage ist am 7. April. Eine Ausstellung, die mit Zeit, Raum und Licht zu tun hat, erläutert Christel Irmscher vom künstlerischen Beirat.

Schwarz-weiß-Fotos, in der Dunkelkammer geschwenkt, wie aus der alten Schule präsentiert Klaus Kölmel ab 25. April im Künstlerhaus. Georg Hoppenstedt ist fasziniert: „Das hat eine seelische Komponente“, sagt er. Melancholie und Schwermut sprächen aus den Motiven.

Malerei, Skulpturen und Installationen

Ebenfalls aus Göttingen kommt Lily Stehling. In ihrer Ausstellung „Korrespondenzen“ lädt sie das geneigte Publikum ein, ihre Malerei, Skulpturen und Installationen auf sich wirken zu lassen. Die Schau wird am 12. Mai eröffnet.

Maria Munoz lebt in Berlin, stammt aber ursprünglich aus Chile. Mit großer Fingerfertigkeit kreiert sie räumliche Gebilde, verwendet dabei traditionelle Muster aus Mittelamerika. „Disruption“ hat sie ihre Ausstellung überschrieben, die ab 6. Juni zu sehen sein wird.

Zwei Japaner wollen ab 8. August Einblicke geben in ihre künstlerische Weltschau. Die allein deshalb spannend sein könnte, weil die beiden zwei unterschiedliche Kulturen kennen: die europäische und die fernöstliche. Sie zeigen Objektinstallationen: mit Gips abgeformte Gegenstände, die ineinander zerfließen.

Surreale Malerei

Sarah Schumann aus Berlin hat sich in ihrem Leben zuerst der surrealen Malerei gewidmet, konzentrierte sich dann auf Collagen, Landschaften, Zeichnungen. Sie zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlerinnen der Nachkriegszeit, würdigt Christel Irmscher. Es gibt sogar ein Buch über sie. Ihre Werkschau in Göttingen wird am 11. August eröffnet.

Sozusagen um die Ecke wohnt und arbeitet Erhard Joseph. Der Künstler aus Wibbecke beschäftigt sich mit Linien, die sich durch den Raum ziehen, bewegen, verändern. Er zeigt ab 12. September Zeichnungen, Fotografien und Filme.

Letzte im Bunde wird Gudrun Jockers sein. Die Göttingerin zeigt ab 15. September in der oberen Galerie ihre Malerei. Die Quereinsteigerin arbeitet experimentell, versprochen wird eine interaktive Ausstellung. (mei)

Von Ulrich Meinhard

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