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Regional Galaktisches Tanzvergnügen
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15:00 31.05.2019
Reggae-Konzert begeistert Publikum in der Musa. Quelle: Linnhoff
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Göttingen

Der familiäre Wanderzirkus um Sänger Tom Lugo und seine Reggaeartisten von Jamaram ist mit dem brandaktuellen Werk „To The Moon And The Sun“ unterwegs und hat sein Zelt auch in der Musa aufgeschlagen. Dazu haben die Musiker mit Reggae-Veteran Dactah Chando aus Teneriffa noch einen hochkarätigen Support in die Manege geladen.

Nachdem sie zuletzt unter anderem ein Album mit afrikanischen Musikern aufgenommen haben, ist die multikulturelle Familie Jamaram um ihren in Puerto-Rico geborenen Sänger Tom Lugo mit „To The Moon And The Sun“ zurück zu den Wurzeln gekehrt und hat ein nahezu komplettes Reggae-Album aufgenommen. Fast zwanzig Jahre ist die bunte Truppe nun schon unterwegs in ihrem musikalischen Kosmos aus Reggae, Ska, Dub, HipHop, Afro-Beats, Dancehall, Latin- und Urban-Grooves. Ihre Live-Auftritte sind ein Garant für rhythmische Vielfalt, pure Lebensfreude und Weltoffenheit, ein galaktisches Tanzvergnügen.

Reggae-Veteran aus Teneriffa

Dazu haben sie an diesem Abend mit dem kanarischen Reggae-Veteranen Dactah Chando gleich noch einen Hochkaräter als Support. Chando, der schon mit Seeed, The Wailers oder Alpha Blondie zusammengearbeitet hat, ist ein Weltbürger, der seinen Roots-Reggae mit leidenschaftlichen Plädoyers für Gleichheit und Individualität verbindet und diesen schon auf Konzertbühnen rund um die Welt getragen hat. Er bereitet mit seiner Ein-Mann-Dub-Show, bei der er die Grooves vom Rechner aus steuert, den idealen Teppich für die anschließende Show von Jamaram.

Mitreißender Groove, ansteckende Lebensfreude Quelle: Linnhoff

Den Countdown für deren Auftritt macht das Intro zum Titelstück ihres neuen Albums, bevor die acht Musiker mit geradezu ansteckender Lebensfreude und musikalischer Power die Bühne zu „Out Of The Woods“, gesungen von Gitarrist Samy Danger, entern. Wenn im Anschluss Sänger Tom Lugo zu „Come Around“ feierlich aufgerufen wird, kann die Party endgültig beginnen. Für den fortan durchgängig mitreißenden Groove sind Murxen Alberti an den Drums, Bassist Benni Beblo, Keyboarder Lionel Wharton und Nick Thäle an der Percussion verantwortlich.

Eingängige Songs

„Little Boy“ hat Ohrwurmcharakter, „Spread some love“ ist wunderbar eingängiger Roots-Reggae. Fast intim wird es kurzzeitig zu „Make It Through The Night“, bei dem Feuerzeuge und Handys aufleuchten. Der Gute-Laune-Song „Easy Life“ kommt mit Choreo, straightem Rhythmus und atmosphärisch halligen Bläsersätzen von Daniel Noske und Giovanni Pecorini daher. In „What tomorrow brings“ stellt die Band Fragen nach unserer Zukunft, verbunden mit dem Aufruf, nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Stimmungsvoll zelebrieren sie zu „Rainmaker“ dann eine kleine akustische Straßenmusik-Session mit Südamerika-Flair auf der Bühne.

Nonstop reihen sie ein musikalisches Highlight an das nächste. Natürlich dürfen auch absolute Anreißer wie „Oh My Gosh“ oder die Swing-Nummer „Zoo“, zu dem Lugo den Affen mimt, nicht fehlen. Wenn sie zum Ende der atemberaubenden Show ihren Freund Chando noch mal zu „Manos En El Aire“ auf die Bühne holen, ist der Songtitel Programm.

Lebensgefühl pur

Aber wer gedacht hat, mehr geht nicht, wird eines besseren belehrt. Unter großem Applaus kommt die Band zurück und stellt mit „Check Them Out“ wieder fast alles auf Anfang. Zu Songs wie „Lonely“ oder „La Famille“, bei dem sich die Musa in einen stimmungsvollen Walzer-Salon verwandelt, wächst zusammen, was zusammen gehört. Der Saal bebt, die große Jamaram-Familie aus Musikern und Fans wiegt sich kollektiv im Rhythmus, und beim Verlassen der Musa sieht man nur glückliche Gesichter. Jamaram sind Lebensgefühl pur.

Von Jörg Linnhoff

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