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Regional Johannes Oerding eröffnet Konzerte auf dem Schützenplatz
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15:58 13.09.2019
Soundcheck-Festival, Tag 1: Johannes Oerding in der Halle 2. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Das Wetter spielt bei der Eröffnung des NDR 2 Soundcheck-Festivals schon einmal mit: Am Donnerstagabend herrschen noch spätsommerliche Temperaturen, es riecht nach Gegrilltem, Menschen lärmen, schon lange bevor der erste Akkord auf der riesigen Bühne erklungen ist, liegt eine große Vorfreude in der Luft. Bevor die Ravensburger Band mit dem passenden Namen „Provinz“ die Veranstaltung mit fröhlichem Gute-Laune-Pop eröffnete, hatten die Moderatoren Elke Wiswedel und Jens Mahrhold eine Überraschung für das erwartungsfreudige Publikum parat: Eine Stunde vor seinem Auftritt begrüßte Johannes Oerding die Zuschauer persönlich von der großen City-Stage-Bühne.

„Ich freue mich, das ihr alle den Schützenplatz gefunden hat und bin froh, wieder in Göttingen zu sein. Und auch, dass es den Bullerjahn noch gibt“, sagt Mahrhold. Zum achten Mal ist das Soundcheck-Festival bereits in Göttingen zu Gast, sagt er, doch keine zwei Minuten später ist die nette Begrüßung des Moderators nur noch Makulatur: Denn dann betritt Oerding unter lautem Jubel die Bühne.

Bilder vom Auftakt:

Die Band Provinz und Johannes Oerding eröffnen am Donnerstagabend die Citystage

Johannes Oerding ist der Star des Tages

Handys werden gezückt, junge Mädchen und Frauen werfen dem Sänger schmachtende Blicke zu, während er auf dem roten Sofa mit den NDR 2-Moderatoren plaudert. „Ihr habt gehört, es gibt Freikarten, deshalb kommt ihr angerannt, oder?“, spricht Oerding das Publikum direkt an. Kurz darauf verteilt Mahrhold an viele Zuschauer in der ersten Reihe tatsächlich noch Tickets für das seit langem ausverkaufte Konzert. Wenn im Radio „An guten Tagen“ gespielt werde, „drehen wir den Ton im Studio lauter, weil das Lied so klasse ist“, gestehen die NDR 2-Mitarbeiter. „Ich mache immer leiser. Schließlich habe ich den Song schon während der Aufnahme 40 000 Mal gehört“, gibt Oerding trocken zurück. Für das Video lernte er extra tanzen: „Schon irre, nach der Bearbeitung sahen die Schritte aus wie bei Michael Jackson“, sagt der sympathische Künstler aus Münster. Die Frage, ob er schon eine Anfrage von Let’s dance bekommen habe, beantwortet Oerding nach kurzem Zögern bestimmt mit „Ja“ und lacht.

Das Video zum Soundcheck-Auftakt:

„Der ist echt süß“, flüstern sich zwei Mittzwanzigerinnen zu, das Handy hält unbeirrt weiter drauf. Oerding ist am ersten Tag der eindeutige Superstar, die Fans hängen an seinen Lippen, auch dann, wenn er nicht singt. Viele Besucher sind trotz Livestreams im Internet extra auf den Schützenplatz gekommen, um das Konzert auf der großen Leinwand zu verfolgen. Das Publikum ist buntgemischt: Schüler mit und ohne ihre Eltern, Studenten, aber auch Besucher älteren Semesters treffen sich auf dem vom NDR 2 perfekt vorbereiteten Platz, um die Musik zu genießen. „Wetter klasse, Essen klasse, Musik klasse“, ruft ein Jugendlicher im Vorbeigehen, während er genüßlich in seine Bratwurst beißt.

Eine riesige, dreitägige Rockshow

Dass Göttingen eine riesige, dreitägige Rockshow bevorsteht, ist spätestens beim Auftritt der drei Cousins plus Schlagzeuger von Provinz klar. Nebelmaschinen, Lichtspektakel – das volle Programm. Frontmann Vincent verschluckt die letzten Silben der Worte wie einst Peter Fox, die Texte handeln von provinziellem Leben, sind nachdenklich, die Bässe wummern, dass die Erde bebt, jedem Anwesenden wird spätestens jetzt deutlich: Die Band heißt zwar Provinz, provinziell wird an den drei Festivaltagen allerdings gar nichts. Die Band erntet viel Applaus, doch sicher ist: Die Menge wartet auf den Auftritt von Johannes Oerding.

Soundcheck: Wer trägt die Kosten?

Mehr als ein Dutzend 40-Tonnervoller Material, drei Tage Konzerte mit 20 Stunden Programm, sieben weitere Tage für Auf- und Abbau, 2300 Menschen, die im Hintergrund an der Umsetzung arbeiten, 27 Künstler auf vier verschiedenen Bühnen: Das NDR 2-Soundcheck-Festival in Göttingen sprengt alle Dimensionen. Da stellt sich die Frage: Wer bezahlt das alles? Über die genauen Kosten schweigt sich NDR 2-Redakteurin Sabine Droste während einer Führung über das Gelände aus. Sie betont aber, dass die Veranstaltung des öffentlich-rechtlichen Senders den Gebührenzahler nicht in die Pflicht nimmt. „Die Kosten sind natürlich immens, gerade in diesem Jahr. Wir haben mehr Künstler als je zuvor, die spielen natürlich auch nicht umsonst. Aber das Soundcheck-Festival wird zu großen Teilen werbefinanziert“, sagt sie. „Wir sind der einzige öffentlich-rechtliche Sender, der Werbung überträgt“, sagt sie. „Wir werden oft gefragt, ob die Veranstaltung gebührenfinanziert ist. Die Antwort lautet ganz klar: Nein.“

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