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Regional Jule Malischke und Susan Weinert begeistern im Alten Rathaus
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16:15 29.09.2019
17. Gitarrennacht mit Mit Jule Malischke. Quelle: Linnhoff
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Göttingen

Das JazzOhneGleichen Festival in Rittmarshausen hat kürzlich „Frauen im Jazz“ in den Fokus gerückt. Auch für die ausverkaufte 17. Auflage der Göttinger Gitarrennacht ist es Organisator Peter Funk gelungen, zwei der arriviertesten Gitarristinnen der deutschen Akustik-Gitarrenszene zu engagieren. Die Zeitschrift „Jazz Podium“ hat Susan Weinert mal als „einzige deutsche Jazzgitarristin von Rang und Namen“ bezeichnet. Die noch junge, facettenreiche Sängerin und Gitarristin Jule Malischke ist inzwischen europaweit unterwegs.

Traditionell eröffnet Gastgeber, Sänger und Gitarrist Peter Funk den Abend. Dabei stellt er sein aktuelles Album „From Maui To Memphis“ vor, auf dem er eine humorig kommentierte Reise von den Stränden der Südsee und Hawaii bis hinein in das Herz des Blues nach Memphis unternimmt. Wunderbare Südseeweisen, dargeboten im hawaiianischen Slack-Key Gitarrenstil, sowie auf einer Lapsteel- oder Hawaiigitarre, die liegend auf dem Schoss gespielt wird, assoziieren Strand, Sonne und Cocktail-Feeling. Aber auch Blues-Titel, wie seine Eigenkomposition „Southbound Train“, stehen auf Funks Setlist, wenn die Reise in die Südstaaten Amerikas geht, um letztendlich mit dem Klassiker „Rollin´ And Tumblin´“ furios zu enden.

Faszinierende Fingertechnik

Jule Malischke ist eine facettenreiche Künstlerin, deren Kompositionen zwischen Klassik, Singer-Songwriter-Pop und Jazz jonglieren. Unter Verwendung verschiedener Techniken zupft oder slappt sie ihre Gitarre, nutzt den Korpus als Perkussionsgrundlage und entlockt dem Instrument so faszinierende Klänge.

„Funky Josie“, „Paule“ und „Olivia“ heißen ihre Gitarren, wie Malischke anfangs humorvoll bemerkt. Paule sei eine besondere Nylon-Bariton-Gitarre, die wie eine „Yoga-Gitarre“ klinge, zu hören in dem Song „Wie weit“ über zwei verliebte Menschen, die trotzdem überlegen, ob sie nicht einander loslassen sollten. Ein Monster von Song sei wegen seiner vielen Noten die Thomas Fellow Komposition „Medusa“, so Malischke. Und zu dem Egberto Gismonti Stück „Palhaço“ hätten keine Noten existiert, so dass sie diese transkribieren musste. Beide Kompositionen spielt sie mit faszinierender Fingertechnik.

Dem Ed Sheeran Cover „Shape Of You“ gibt sie mit klarer, kräftiger Stimme ein mitreißend eigenes Gesicht. Ihre Stücke sind „Momentaufnahmen“, wie auch ein Titel ihres aktuellen Albums „Whatever Will Happen“ lautet, mit dem Malischke ihren euphorisch umjubelten Auftritt beendet.

Impressionen aus der Natur

Susan Weinert prägt schon seit geraumer Zeit die deutsche Jazz-Gitarren Szene. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Kontrabassisten Martin Weinert, sind sie seit 1982 als „Synergy Duo“ unterwegs. Martin Weinert schafft mit seinem virtuosen, singenden Bassspiel das wohlklingende Fundament für Susans sehr gefühlvoll poetisches, aber auch sehr lebendiges Gitarrenspiel.

Ihre Kompositionen bewegen sich im Spannungsfeld von Jazz, Klassik und Weltmusik. Viele Titel sind der Natur entnommene Impressionen. Island sei ein Land, dass sie noch gerne bereisen würden. In der gleichnamigen Komposition spürt man das knisternde Eis und die Weite der skurrilen Landschaft. In ihre für viele Besucher vielleicht ungewohnten Klänge könne man reinwachsen, erzählt der Bassist mit feinsinnigem Humor. Das sehr energetische „NKC“ ist von Miles Davis und den Roots des Blues inspiriert. Zum Ende begleiten sie mit sehr gefühlvollen Nuancen „Die Kraniche“ auf ihrem Zug gen Süden.

Dieser mit großem Applaus bedachte Abend zeigte beeindruckend die faszinierende Stilvielfalt der akustischen Gitarrenmusik.

Von Jörg Linnhoff

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