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Regional Spektakel: Junges Theater und KAZ ziehen durch Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Spektakel: Junges Theater und KAZ ziehen durch Göttingen
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16:53 24.09.2019
Gedächtnis einer Stadt: das erste Theaterspektakel von KAZ und JT vor zwei Jahren. Quelle: Soeren Kracht
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Göttingen

„Wir haben gerade die 200er-Grenze geknackt, sagt Regisseurin Michaela Dicu und meint damit die Zahl der Akteure, die aktiv beteiligt sind. „Kultur am Wall – das Umzugsspektakel“ heißt das Projekt, das am Sonnabend, 28. September, auf dem Wochenmarktplatz starten soll. Über die Hospitalstraße, die Kurze Straße, die Groner Straße, die Angerstraße und die Gartenstraße soll der Tross der Teilnehmer und der Zuschauer bis zu dem ehemaligen Schulgebäude, Bürgerstraße 15, ziehen. Es ist nach „Gedächtnis einer Stadt“ und „Otfrieds Garten“ die dritte groß angelegte Kooperation zwischen JT, KAZ und weiteren Kulturinteressierten.

Die Bandbreite der Darbietungen ist groß. Neben den JT-Schauspielern, die als Profis mit ihrer Erfahrung den Freizeitkünstlern einen Rahmen geben sollen, sind zahlreiche Akteure aus dem soziokulturellen Bereich eingebunden.

Transport des künstlerischen Personals

Viele KAZ-Gruppen ziehen mit, darunter der etwa 30 Stimmen starke Chor, die Akrobatikgruppe, der Quer- und Blockflötenkurs, die Malgruppe, die Keramikwerkstatt und die Trommelgruppe. Die JT-Spielklubs übernehmen ebenso Programmpunkte wie die JT-Musikshow-Band.

Aber auch Teilnehmer außerhalb der beiden Institutionen sind dabei – auch hier mit einer großen Bandbreite an Ausdrucksmitteln. Der Lanz-Bulldog-Klub Werxhausen kommt mit seinen Treckern und transportiert künstlerisches Personal. Der Spielmannszug Dransfeld spielt auf. Die Blechbläser der akademischen Orchestervereinigung vertreten die E-Musik. Der Shantychor der Marinekameradschaft verleiht dem Spektakel maritimes Flair. Kultur von einem anderen Kontinent bringt der African Culture Club ein und das Kino Lumière laufende Bilder. Arasch Zandieh wird ausstellen. Hamid Moradian vertritt die asiatische Musiktradition aus dem Iran.

Start mit Volldampf

Der Zeitplan des Spektakels ist übersichtlich. Los geht es um 15 Uhr – „Der Umzug spielt sich warm“, heißt es im Programm, was eher symbolisch zu verstehen ist. Das Programm startet hier nämlich mit Volldampf. Um 15.45 Uhr heißt es, Abschied nehmen vom Otfried-Müller-Haus, immer noch auf dem Platz. Um 16 Uhr startet dann der Umzug in seiner vollen Länge und Ausdehnung. Spätestens um 17 Uhr soll der Tross an seinem neuen Standort, Bürgerstraße 15, angekommen sein. Dann beginnt das Hoffest am und in dem ehemaligen Schulgebäude.

„Das begehbare Haus“ hat das Organisationsteam um Dico das weitere Treiben genannt. Auf allen drei Etagen des Hauses sind Auftritte verschiedenster Ausprägungen geplant. Wer will, kann auch selbst Hand anlegen. Während regelmäßiger Führungen, die auf 50 Minuten angesetzt sind, können die Teilnehmer eine Ausbildung zum Kulturazubi absolvieren und dabei auch einen nicht ganz ernst gemeinten Praktikumsschein erwerben. In der gebotenen Kürze lernen sie Schauspielerei, Singen, Tanzen, Kochen, Töpfern, Angstverlieren, erklären die Organisatorinnen.

Breit angelegtes Quartiersmanagement

Am Sonntag, 29. September, soll das Eröffnungsfest fortgesetzt werden. Von 11 bis 13 Uhr ist das Gesprächsforum „Tisch der Ideen“ geplant. Vertreter des Jugendhauses, der Jüdischen Gemeinde, des Lumière, des Kinderhauses und der Universität wollen mit den Bürgern aus der Nachbarschaft über ihre Wünsche, Probleme und Vorstellungen reden – ein Einstieg in ein breit angelegtes Quartiersmanagement, erklärt Anne Moldenhauer, KAZ-Geschäftsführerin. Sie sieht in der Großaktion eine bereichernde Herausforderung durch das Zusammenkommen der professionellen Theaterleute und den Freizeitaktiven aus der Soziokultur ein. Regisseurin Dicu schätzt vor allem das Nichtplanbare.

Marodes Theatergebäude

Das Junge Theater und das soziokulturelle Zentrum mit seinen ganzen Gruppen mussten in die ehemalige Voigtschule umziehen, weil das Theatergebäude dringend sanierungsbedürftig ist und erweitert werden soll. Sechs Millionen Euro wollte die Stadt als Eigentümerin des denkmalgeschützten Gebäudes investieren, die Hälfte davon kommen aus einem Fördertopf. Inzwischen scheint klar, dass die Kosten deutlich steigen werden. Bislang gehen Stadt, Planer, KAZ und JT von drei Jahren Umbauzeit aus. In dieser Zeit arbeiten KAZ und JT in das Haus, Bürgerstraße 15. Seit Dezember wurde das Gebäude für die neue Nutzung umgebaut. JT wie auch KAZ zeigten sich sehr zufrieden mit der vorübergehenden Unterkunft. Vor allem, weil Politik und Verwaltung die Kosten für die Umzüge in den städtischen Haushalt eingestellt haben. Auch eine Kompensation der geringeren Zuschauerzahlen wegen des kleineren Theatersaals ist vorgesehen.

Von Peter Krüger-Lenz

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