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Regional Kabarettist Kai Magnus Sting im Deutschen Theater Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Kabarettist Kai Magnus Sting im Deutschen Theater Göttingen
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18:27 13.10.2013
Kai Magnus Sting Quelle: Heller
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Göttingen

Seit 1992 steht der Kabarettist auf der Bühne. Als Autor hat er mehrere Hörspiele und einen Kriminalroman auf den Markt gebracht, und seine Kolumne „Herr Magnus“ wird regelmäßig auf WDR 4 ausgestrahlt.

„Die hohe Kunst der Weltrettung“ heißt das Kabarettprogramm, das Sting im Deutschen Theater spielt. Er fände es schön hier auf der Bühne zu stehen, vor fast ausverkauftem Publikum, scherzt Sting. Der Saal ist gerade mal halb gefüllt. Und alles Hochdeutsche, stellt Sting fest. Umso lustiger wirkt das, was Sting über die Sprache der Pottbewohner zu erzählen weiß.

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Die Aufforderung „Tunse mich ma dem Gehackten“ habe der Kabarettist beim Metzger gehört. Wie in einem Sprachkurs erklärt Sting die Eigenheiten des Dialekts mit Beispielen: „Du gehst auch nicht zum Arzt, sondern du gehst zu dem Doktor hin.“

Rundumschlag

Sting macht sich dabei nicht über die Ausdrucksweise seiner Mitmenschen lustig – er feiert den Slang seiner Heimat. „Hömma“ gelte als allgemeingültige Satzeinleitung, erklärt er mit skurrilen Satzbeispielen. Von dem beliebten Wort kann er sich aber selbst nicht freimachen – sein „Hömma“ begleitet ihn durch den ganzen Abend.

Sting spricht schnell. Warum? Weil das Leben kurz sei, erklärt der Kabarettist. Auch weil er viel zu sagen hat, denn die Sprache des Ruhrgebiets bleibt nicht sein einziges Thema. Sting setzt zu einem Rundumschlag an.

Kommunikation zwischen Männer und Frauen, Politik und Kritik am gegenwärtigem Fernsehprogramm sind ebenso Thema wie das aktuelle Geschehen um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Dessen Name klinge wie der eines Dackels, spottet Sting. Siehste.

Von Daniela Lottmann