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Regional Karatekämpfer als Jedi-Ritter in der Stadthalle
Nachrichten Kultur Regional Karatekämpfer als Jedi-Ritter in der Stadthalle
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18:06 23.04.2018
Die Karatekämpfer Lukas Wachsmuth und Sven Grote (v.l.) treten mit ihrer Gruppe bei Sport Meets Music zur Musik von GSO-Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller (Mitte) und seinem Orchester auf.
Die Karatekämpfer Lukas Wachsmuth und Sven Grote (v.l.) treten mit ihrer Gruppe bei Sport Meets Music zur Musik von GSO-Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller (Mitte) und seinem Orchester auf. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

„Star Wars Main Theme“ ist das Stück, das Christoph-Mathias Mueller, Chefdirigent des GSO, für die achtköpfige Gruppe ausgewählt hat. „Das ist ein Klassiker der Filmmusik“, sagt der Dirigent. In dem Film und somit auch in der Musik gehe es um Kampf und Krieg. Er sei gespannt, wie die Karate-Kämpfer das umsetzten. „Besonders faszinierend finde ich die Kontrolle des Körpers“, sagt Mueller über die Sportart.

Ruhige Musik mit ein paar Spitzen

Auch den Sportlern gefällt die Musik gut. „Die Musik ist recht ruhig, aber es gibt auch ein paar Spitzen für schnelle Bewegungen“, meint Sven Grote, der Trainer der Gruppe. So wollten sie erst sogenannte Katas laufen – „einen imaginären, synchronen Angriff mit zwei Schwertern“, erläutert Grote seinen Plan. Das sollte vorwiegend in ruhigen Bewegungen passieren.

Mit Schwertern würden sie normalerweise nicht kämpfen, erklärt der Karate-Trainer. „Karate heißt leere Hand.“ Wegen der Star-Wars-Musik wollten sie aber Schwerter in ihre Choreografie einbinden – ob einfache Holzschwerter oder Laserschwerter, ist noch unklar. Auch mit dem Filminhalt sieht Grote Gemeinsamkeiten: „Es geht in Star Wars ja um die Ausbildung zu Jedi-Rittern. Das ist ja beim Karate ähnlich“, sagt er. Auch die Sportler würden nach und nach zu Karate-Kämpfern ausgebildet.

Die Ausbildung geschieht aber normalerweise ohne Musik. „Es ist total ungewohnt zur Musik zu kämpfen, sonst fokussiert man sich auf sich selbst“, erklärt Grote. Es sei das erste Mal, dass sie als Gruppe eine Choreografie zu klassischer Musik eines Live-Orchesters aufführten – und damit auch das erste mal bei Sport Meets Music. Dabei gebe es sogar „Sound-Karate“, eine spezielle Sparte des Sports, bei der Karate zu Musik gemacht wird.

Schattenkampf und Selbstverteidigungsparts

„Wir wollen auch einen Schattenkampf einbauen“, spricht Lukas Wachsmuth, der ebenfalls zu der Karate-Gruppe gehört, über die Choreografie. Würfe und Griff sollten da angewendet werden. Außerdem würden die drei Mädchen der gemischten Gruppe – Karatekämpfer und -kämpferinnen im Alter zwischen 13 und 46 Jahren gehören dazu – eigene „Selbstverteidigungsparts“ bekommen, ergänzt Grote. Eins haben die Gruppenmitglieder aber dann trotz der Heterogenität doch gemeinsam: „Alle sind recht fortgeschritten und haben mindestens den braunen Gürtel.“ Das entspreche der vierten Stufe, so Grote. Fehlt nur noch die Ausbildung zum Jedi-Ritter.

Karten für Sport Meets Music gibt es unter gt-tickets.de.

Von Hannah Scheiwe